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Château Mouton Rothschild 1996
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94
/100
Robert Parker Wine Advocate
Robert M. Parker, Jr.
Das Team des Weinguts ist der Meinung, dass der Mouton-Rothschild 1996 sehr komplex ist. Ich stimme zu: Unter den Premiers Crus zeigt dieser Wein eine überraschende Zugänglichkeit und eine große aromatische Komplexität. Er besitzt ein üppiges, flamboyantes Bouquet von geröstetem Kaffee, Cassis, rauchiger Eiche und Sojasauce. Der beeindruckende Mouton-Rothschild 1996 bietet eindrucksvolle Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Himbeere, Kaffee und neuem Sattelleder. Dieser vollmundige, reife, reichhaltige, konzentrierte und hervorragend ausbalancierte Wein ist in gewisser Weise paradox, denn das Bukett lässt einen deutlich weiter entwickelten Wein erwarten, als es die Aromen am Gaumen erkennen lassen. Erwartete Trinkreife: 2007-2030. Übrigens besteht die Cuvée des Jahrgangs 1996 aus 72 % Cabernet Sauvignon, 20 % Merlot und 8 % Cabernet Franc.
96
/100
Wine Spectator
Unglaubliche Nase von ultrareifen Früchten, zugleich subtil und komplex. Vollmundig, mit sehr reifer, fast süßlicher Frucht und einem langen, langen, schmeichelnden Abgang. Großartig. Dieser liegt knapp vor dem 1995er. — Bordeaux-Rückblick 1995/1996. Am besten nach 2010.
98
/100
Decanter
Der herausragende Wein der Verkostung (wie erwartet). Opulent und konzentriert, mit intensiven Cassisnoten in der Nase und am Gaumen, dazu ein tief violetter Farbton im Glas (wenn auch nicht ganz so dunkel wie der 1995er). In der Nase Minze, kühl, mentholig, mit zurückhaltender Holznote im Hintergrund. Am Gaumen ultrafein und elegant, mit Frische durch die Säure und perfekt reife Tannine, kombiniert mit subtiler Holznote sowie faszinierenden würzigen, zedrigen Anklängen. Ein Wein, der jetzt schon wunderschön zu trinken ist, aber dennoch noch ein (vielleicht sogar zwei) Jahrzehnte vor sich hat. Gelesen vom 27. September bis 9. Oktober. 77% Cabernet Sauvignon, 13% Merlot, 10% Cabernet Franc.
94
/100
James Suckling
Die Flasche, die ich geöffnet habe, war in der Nase fantastisch, mit Aromen von Johannisbeeren, Zedernholz, süßem Tabak, Weihrauch und Blumen. Sie war vollmundig, mit sehr feinen, seidigen Tanninen und ähnlichen Geschmacksnoten wie in der Nase. Allerdings zeigte sich am Gaumen ein leicht grüner Unterton. Mich hat das nicht gestört, aber die Italiener schienen sich daran zu stören – sogar enttäuscht zu sein. Trotzdem habe ich den Wein bewertet
18
/20
Jancis Robinson
Jancis Robinson
Aus dem Jeroboam. Mouton hat 1996 besonders gelungene Weine hervorgebracht, lange bevor der heutige Chefönologe Philippe Dhalluin kam. Tiefes, noch jugendliches Purpurrot. In der Nase straff und frisch, mit bewundernswerter Intensität und noch (gerade eben) wahrnehmbaren Tanninen. Die mineralische Signatur dieses Stücks Pauillac. Dieser Wein scheint immer jünger zu werden. (JR)
95
/100
Vinous
Neal Martin
Der Mouton Rothschild 1996 wurde aus einem ex-château Magnum ausgeschenkt. Vielleicht hatte ich vergessen, dass dies wahrscheinlich der beste Mouton dieses Jahrzehnts ist. In der Nase duftig, mit herrlichen, reinen Brombeeraromen, verwoben mit Kirschlikör, Cassis und Tabak – ein Eindruck kontrollierter Opulenz. Er ist einfach sehr… Mouton. Am Gaumen startet er wie aus dem Block mit wunderbaren Cassis- und Brombeernoten; eine darunterliegende Saftigkeit tritt nach 20–30 Minuten deutlich hervor. Mit seiner energetischen, saftigen Finale wirkt er mit der Zeit milder und gewinnt zunehmend an Gelassenheit. Er trinkt sich jetzt wunderschön und wird dies noch viele Jahre lang tun. Verkostet beim Académie du Vin Dinner in Bordeaux.
96
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
In der Nase explodieren Aromen von roten Johannisbeeren, Zedernholz, asiatischen Gewürzen, Tabakblatt und Rauch. Mittlerer Körper und stilistisch eher auf der Seite roter, knackiger Beeren: Der Wein ist weich, raffiniert und setzt mehr auf Charme als auf Kraft. Trinkreife von 2026 bis 2046.
96
/100
Jeb Dunnuck
Jeb Dunnuck
Der Château Mouton Rothschild 1996 ist eine Cuvée aus 77 % Cabernet Sauvignon, 13 % Merlot und 10 % Cabernet Franc. Dieser Wein zeigt den frischen, klaren und unglaublich klassischen Stil des Jahrgangs, mit lebhaften Aromen dunkler Früchte, Frühlingsblumen, Tabak und Kaffee. Und wie viele 1996er besitzt er eine wunderbare, kräutrige Frische in Duft und Geschmack. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, konzentriert und präzise, sind die Tannine schön eingebunden, die Balance stimmt perfekt, und der Wein präsentiert sich heute in hervorragender Trinkreife. Er dürfte sich noch weitere zwei Jahrzehnte entwickeln.
19
/20
Weinwisser
Immer noch mit sehr tiefer Farbe, Granat-Lila, keine Reifetöne. Würzige Nase, süss, viel Rösttöne, Cassis und Mokka. Im Gaumen erstaunlich zugänglich, fette, rollende Tannine, sich im blau- bis schwarzbeerigen Bereich abspielende Aromatik, gebündeltes Finale, wieder mit klassischer, berauschender Mouton-Süsse – Cabernet-Erotik pur.
19
/20
René Gabriel
Hervé Berland, Direktor der Baronnie: <div style="font-style:italic;color:#990033">Vom Stil her ist der Mouton 1996 eine Mischung zwischen 1986 und 1988. Nicht gerade diese erschlagende Konzentration innehabend, sondern ein klassischer Mouton mit viel reifer Frucht und viel reifen Tanninen. Zusammengefasst: Il est trés Mouton!</div> Fassprobe (19/20): Feinstgliedrig nuanciertes Cassisbouquet, zart röstig, viel würziges Terroir, getrocknete Kräuter, ein Hauch Minze, eine sanft buttrige Note, welche die Komplexität dieses Weines unterstreicht. Im Gaumen perfekt balanciert, weiches, reifes, sich fast mollig anfühlendes Tannin, das sich bereits jetzt schon mit der Säure und dem Extrakt verbindet, viel Kaffeetöne, getrocknetes Cassis, Holunder und Black Currant, die Gerbstoffe sind unterstützend, zeigen eine reiche Adstringenz, langes Rückaroma. Arrivage-Tasting im Jahr 2000 (19/20): Konzentriertes, röstiges Cassisbouquet, Brotkruste, Sojanoten, exotische Edelhölzer darin, berauschende Nase, auch wenn der Wein darunter noch sehr verschlossen scheint. Im Gaumen saftig, Amarena-Süsse, weiches, samtenes Extrakt, völlig harmonisch gegliedert, deutlich konzentrierter als der 90er und wesentlich einfacher verständlich als der schwer anzugehende 95er. Zusammen mit dem Jahrgang 1994 ein echter Mouton, wie man ihn eben gerne mag. 02: Aus Angst der normale Tischwein könnte nicht genügen, nahm René Schmidlin eine Jéroboam dieses Weines auf die Bordeauxreise mit. Nun war ich gefordert. Wie integriert man eine 5-Literflasche in ein Menu, bei dem noch so viele, andere schöne Weine kredenzt werden? Oder anders gefragt: Wie verteilt man eine 5-Literflasche, wenn man davon ausgeht, dass für 15 Personen schlussendlich umgerechnet 35 Flaschen zur Verfügung stehen? Ich entschied mich für die Tischweinvariante. Also besass jeder Teilnehmer zwei mittlere Weingläser für die Verkostung und ein grosses Glas, um "edel saufen" zu können. Da ich annahm, dass wir insgesamt rund vier Stunden lang an dieser Grossflasche zu nippen hatten, erschien es mir sinnlos, diesen Wein zu dekantieren, denn ich wollte ihm die Möglichkeit geben, sich uns gegenüber in allen Evolutionsfacetten zu zeigen. Das Erlebnis alleine war abendfüllend: Vom erst fruchtigen Wein mit einem gewaltigen Tiefgang verschloss er sich nach gut einer halben Stunde. Dann benötigte er gut eine Stunde Luft und öffnete langsam, ja sehr gemächlich seine Kämpferfaust. Dieser grosse Mouton trägt sehr vieles in sich, was man von einigen, anderen grossen Jahrgängen dazu addieren oder multiplizieren könnte. Den Tiefgang und die Würze vom 1986er, die Frucht und Feinheit vom 1982er und die Röst- und Kaffeenoten vom 1989er. Auf alle Fälle ist dies ein fraglos genialer Wein, der eigentlich wesentlich mehr kosten müsste, als momentan auf Auktionen gelöst oder bezahlt wird. Also einmal mehr eine Trouvaille, bei welcher viele dann, wenn der Wein erstmals so richtig reif sein wird, meinen: <div style="font-style:italic;color:#990033">Damals hätte man halt kaufen sollen.</div> Heute (2005) kostet der Wein auf Auktionen rund 220 Franken. Ich rechne damit, dass er ums Jahr 2010 etwa 500 Franken kosten wird. Also eine lockere Verdoppelung innerhalb der nächsten acht Jahre. Und in weiteren zehn Jahren erreicht dieser Wein vielleicht sogar 20/20 Punkte. (19/20). 04: Die Nase ist unbändig süss, zeigt rahmige Caramelnoten, lädt aus und lebt vor allem von verschwenderisch vielen Cassistönen, Mandelgebäck und Orangeatnoten, Napolitaineskonfekt. Im Gaumen setzt sich diese süsse Fruchtaromatik fort, der Wein ist sehr gebündelt und hat einen enormen Druck im Finale. Im Moment weiss er – durch seine offene Aromatik – mit seiner Aromenorgie gewaltig zu gefallen. 06: Was mir nicht in den Kopft geht ist, dass Moouton 1994 und 1995 verschlossener sind. Dieser hier macht jetzt schon viel Freude! Immer noch eine sehr tiefe Farbe zeigend, Granat-Lila, keine Reifetöne. Die Nase ist würzig, süss, zeigt viel Rösttöne, Cassis und Mokka. Im Gaumen erstaunlich zugänglich, fette, rollende Tannine, die Aromatik spielt sich blau- bis schwarzbeerigen bereich ab, das Finale gebündelt und wieder mit der klassischen, ja berauschenden Mouton-Süsse – als Cabernet-Erotik pur! 07: Was unterscheidet diesen Mouton von seinem eigenen 95er? Während der letzt genannte sich immer noch sehr verschlossen zeigt, ist dieser gleich zu Beginn weg mit einem grossen Auftritt so richtig «Mouton»! 08: Sicherlich noch zu jung, aber trotzdem ist er eine Sünde wert und zeigt viel Süsse, reife, warme Cabernetaromen. 08: Momentan in einer geilen Moutonsüssen Phase. Hemmungsloser Pauillac-Junggenuss. 09: Weich und anschmiegsam, mit verschwenderisch vielen Röstnoten. 10: Scheint sich zu verschliessen. Die Flasche die wir in Hergiswil tranken, war etwas sperrig und zeigte mehr Muskeln als bisher. 11: Ich dekantierte eine Magnum 4 Stunden. War aber sinnlos. Am besten lässt man diesem grossen Wein jetzt seine Reduktionsruhe. 11: Dunkles Granat. Delikat süsses Bouquet, feine, passende Röstnoten, Cassis, Holunder, feine Orangenzeste über dem Bouquet die das Nasenbild erfrischen, Pralinen und Mandelgebäck, lädt wunderschön aus und erinnert in gewisser Weise an den 1959er-Mouton. Im Gaumen feminine Pauillac-Grazie zeigend, gewaltige, vollsüss ausstrahlende Konzentration, fast schon wie eine Essenz. Wie sage ich es immer wieder: Mouton ist die önologische Erotik-Zentrale von Pauillac! Liegt schon sehr nahe bei der Maximalwertung. (19/20). 12: Satt und dunkel. Dunkelröstiges Bouquet mit viel sehr reifen, dunklen Pflaumen und Cassis, sehr komplex. Runder, fülliger, unglaublich schmeichelnder Gaumen, hat trotz seines sehr viel versprechenden, Potentials schon viel Charme und kann jetzt wieder, nach ein paar Jahren des Verschlusses, angegangen werden. Wobei fünf Jahre warten sicherlich die bessere Option wäre, das spürt man spätestens an den enormen Reserven, wenn man diesen Traum-Mouton geschluckt hat. (19/20). 12: Der Wein schlug ein wie eine Bombe. Die 80 Gäste in der Waag in Zürich waren hell begeistert. Und jeder bekam einen guten Schluck, wel es eine Impérialflasche war. Für diese Grossflasche konnte man schon mal die 20/20-Karte zücken und ich denke die Normalflaschen kommen bald auch da hin! (19/20). 14: Normalerweise mutmasse ich hier, das er einst 20-Punkte machen kann. Sein Handicap diesmal; er kam direkt nach dem sagenhaften 95er Lafite. Es ist ein besonders delikater Mouton, welcher mit seinem Zedernduft auch eine Nuance von einem ganz grossen Saint Julien abbekommen hat. Die Tannine sind typisch Moutonsüss. Das ganze Konstrukt ist so fein, dass er sich bereits jetzt schon wunderbar trinkt, trotz grossem Potential. (19/20). 16: Bei einer Blindprobe auf Faugères. Kam nicht bei allen gut weg. Bei Gabriel aber schon. (19/20). 16: Sehr röstig und durch seinen expliziten Zederntouch auch an einen ganz grossen Saint-Julien einnernd. 16: Wieder viel Zedern erspürt an der Rütliflasche. Er verschlankt sich jetzt nasal und bietet so viel Würze. (19/20). 17: Am Kellertisch von Charlie B. Ich dekantierte diese Magnum sieben Stunden zuvor. Er schlug ein wie eine Genussgranate und fand schnellen Anklang. Denn - die Flasche war recht quickig leer. (19/20). Wer einmal einen reifen Mouton geniessen will und das Erdige nicht so schätzt, der sollte sich diesen 1996er angeln. Max Gerstl nahm in mit zur GV der Weinbörse. Hat einen Reisenspass auf einem riesigen Niveau bereitet! Wie schon einmal erwähnt ist das beim Verzehr ein schneller Mouton. Die Flasche ist begehrt am Tisch! (19/20). 19: Sattes Purpur, leicht bräunlicher Rand. Das Bouquet ist extrem röstig. So zeigt er Vinifikationsstil von Mouton aus dieser Epoche. (Damals wurden nämlich konsequent 100 % neue Barriquen verwendet). Im zweiten Ansatz; malzige Süsse, erste dunkle Ledernoten und Spuren von leicht überreifem Merlot in Form von dunklen Rosinen. Im Gaumen sehr konzentriert, enggliedrig. Fleischig und stoffig zu gleich, im Innern ist noch viel Frucht. Er scheint demnächst in vollen Garacho loslegen zu wollen. Also ist die erste Reife bald in Sicht. (19/20). 20: Im Engel in Warendorf. Ein schon fast unverschämt süffiger Weintraum aus Pauillac. (19/20). 21: Sehr sattes, dichtes Purpur-Granat. Typischer Mouton-Duft aus dieser Zeit, röstig, malzig, schokoladig, Soyatouch und Glutamatspuren zeigend, viel reife Pflaumen, erhaben, ausladend. Zusammengefasst; einfach wunderschönes Nasenbild mit einer Prise Mouton-Erotik. Im Gaumen feinfleischig, konzentriert, ausgeglichen, imposant und sanft gleichzeitig, intensives Finale mit fast schon dramatischem Druck. Jetzt in erster Reife für Jungtrinker und mit viel Versprechungen für jene welche den richtigen Pauillac Geschmack in einem grossen Mouton erwarten. Bei Orvinum unter 500 Franken. (19/20).
19
/20
André Kunz
Samtenes, kräftiges, volles Bouquet, Cassiscreme, Edelhölzer, Erdnüsse, Tabak, After Eight. Aromatischer, kräftiger, ausgewogener Gaumen mit vielfältiger Aromatik, feinem Tannin, dichter, fein cremiger Struktur, langer, kräftiger Abgang mit vielen Rückaromen. 19/20 trinken - 2035
94
/100
La RVF
Ganz im Stil des Jahrgangs, mit einem geradlinigen Gaumen, der stets etwas steif wirkt. Ein sehr gut gemachter Mouton mit engmaschigen Tanninen, der jedoch nicht die Spitze erreicht, die er eigentlich anstreben könnte.
87
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Logo auf dem Korken: Ohne Logo Fehlflasche Dunkle, intensive, leicht gereifte Farbe. In der Nase fruchtig und animalisch. Am Gaumen angenehm und fruchtig, aber etwas dünn. Mittlere Länge. Ein eher zurückhaltender Wein. Schon wieder Abweichungen!




