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Château Margaux 1999
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Nachhaltiger Weinbau

Château Margaux 1999

1er cru classé - - - Rot - Einzelheiten
Parker | 94
R. Gabriel | 19
J. Robinson | 17.5+
Bettane & Desseauve | 18
Wine Spectator | 93
The Wine Independent | 94
Vinous Neal Martin | 94
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Bewertungen und Rating

94

/100

Robert Parker

Robert M. Parker, Jr.

Der verführerische, dunkel pflaumen-/purpurfarbene 1999 Margaux zeigt bereits komplexe Aromen. Dieses überraschend charmante und runde Gewächs erinnert an einen Jahrgang wie 1985. Zwar weder ein Blockbuster noch ein Schwergewicht, legt er am Gaumen zu und offenbart enorme Länge sowie Reinheit. Verwalter Paul Pontallier zieht ihn dem strenger wirkenden 1998er vor – ebenso wie ich. Dies ist ein archetypischer Chateau Margaux mit Reichhaltigkeit, Finesse, Balance und Symmetrie. Er kann jung getrunken werden, verspricht jedoch, über zwei Jahrzehnte schön zu reifen. Rückblickend extrapoliert, hätte er vermutlich etwas mit den unterschätzten 1962 Medocs gemein.

93

/100

Vinous

Stephen Tanzer

Mittleres Rubinrot. Ausdrucksstarke Aromen von schwarzer Himbeere, kubanischem Tabak und gerösteten Nüssen; etwas rotfruchtiger geprägt als sowohl der 2000er als auch der 2001er. Seidig, nahtlos und umhüllend, doch die ausgezeichnete Vinosität verleiht der cremigen Frucht eine sehr gute Definition. Durchgängig stimmig vom Anfang bis zum Ende. Die Tannine sind kräftig, aber fein, wodurch die Frucht- und Blütenaromen beeindruckend nachhallen. Zusammen mit Latour ein früher Anwärter auf den Wein des Jahrgangs.

95

/100

Jeff Leve

Leve Jeff

Es war viel zu lange her, dass ich zuletzt den Korken auf dieses Vergnügen gezogen habe. In der Nase finden sich mühelos Brombeeren, Blumen, Zigarrenkiste, Fünf-Gewürze, Rauch, Lakritz und Johannisbeeren. Nach 45 Minuten in der Karaffe ist der Wein in der Nase und am Gaumen vollständig geöffnet, mit einer seidigen, frischen, eleganten Mischung aus schwarzen und roten Früchten mit würziger Prägung. Der Wein ist lebhaft und fein, mit einem schönen Hauch von Zartbitterschokolade, der am hinteren Ende des Abgangs erscheint. Trinken von 2022 bis 2040.

19

/20

Weinwisser

Extrem dunkles Granat mit lila Schimmer. In der Nase schon aus einer Distanz von 20 cm erkennbar, dass es sich um einen denkwürdigen Wein handeln muss, komplexes Nasenbild, schon im ersten Ansatz perfekt, Walnüsse, Dörrpflaumen, Kaffee, ein dramatisches Terroir-/Süssspiel, von Malz- und Darjeelingnoten durchsetzt, schwarze Trüffel, ein Hauch Zitronenthymian (Château-Rayas-Nuancen), vor allem viel reifes, vielschichtig duftendes Cassis. Unglaubliche Komplexität auch im Gaumen, weich, samtig mundberstend füllig und doch nicht fett, jedes Detail stimmt, fröhlicher Tanz der Beeren, cremig eingebautes Holz, im Finale druckvoll.

18

/20

René Gabriel

00: Fassprobe (18/20): Intensives Maulbeerenbouquet; wie beim Pavillon auch hier viel Kirschenduft in der Nase vorhanden, dahinter Edelhölzer, Tabak, Korinthen; wirkt noch etwas trocken. Im Gaumen schmelzendes Extrakt, viel Konzentration darin; der Körper zeigt anfänglich eine schlanke Note, packt dann aber doch noch zu und bringt eine immense Adstringenz hervor; auch hier gibt der Kirschenton eine gewisse Rhône-Affinität; im Finale Kaffee, Pflaumen und dunkle Rosen. Die Tannine werden sicherlich in den nächsten zehn Jahren die Grundaromatik dominieren; dann wird sich aus diesem Margaux eine etwas femininere Variante zum Jahrgang 1981 entpuppen. Just nach dem Abfüllen auf dem Château degustiert: berauschendes Dörrfrüchteparfüm; der Merlot wirkt parfümiert und die Frucht zeigt eine Damassine-Pflaumennote; Brotkruste vom zarten Toasting; eine delikate Nasenorgie. Seidige, feine Textur, viel Preisel- und Maulbeeren; zeigt sich jetzt wunderschön, burgundischer Typ. Ein femininer, vielleicht eher mittelgewichtiger Margaux, der schon bald und trotzdem lange Freude machen wird (18/20). 03: Während dem Margaux-Workshop auf der Alp Prui in Ftan: Kräftiges, würziges Bouquet mit tintigen Ansätzen, Waldpilze, Preiselbeer- und Nusstöne; parfümiert und sehr rotbeerig mit floralem Touch. Sehr feine Textur, seidig, mittlere Konzentration, jedoch wunderschön balanciert; eine dezente, aromatische Süsse vom Barrique-Toasting und von den Tanninen ausgehend; zarte Pralinennote und ein mit Karamell endendes, langes Finale. Die Grösse dieses Weines liegt eindeutig in dessen Klasse und Finesse (18/20). 04: Es geht aufwärts, und Margaux 1999 ist nicht der einzige 99er aus dieser Appellation, der so viel Grösse wie bei einem ganz grossen Jahrgang zeigt: extrem dunkles Granat mit lila Schimmer. Wer diesen Wein an die Nase führt, merkt schon aus einer Distanz von 20 cm, dass es sich hier um einen denkwürdigen Wein handeln muss; das Nasenbild ist komplex und schon im ersten Ansatz perfekt: Walnüsse, Dörrpflaumen, Kaffee, ein dramatisches Terroir-Süssspiel, durchsetzt mit Malz- und Darjeelingnoten; schwarze Trüffel à gogo, auch ein Hauch Zitronenthymian (Château Rayas-Nuancen!) und vor allem viel reifes, vielschichtig duftendes Cassis. Die unglaubliche Komplexität setzt sich im Gaumen fort; weich, samtig, mundberstend füllig und doch nicht fett; jedes Detail stimmt; der Tanz der Beeren ist fast fröhlich und das Holz ist cremig eingebaut; im Finale druckvoll. Ein grosser Wein kann auch mal sexy sein. Umgekehrt wird es dann schon schwieriger. Es ist kein Verbrechen, ein grosses Glas schon in seiner Jugendphase in einem Zug zu leeren – sofern man sich dann im Gaumen die nötige Zeit dafür nimmt, um die wahre Grösse zu verstehen. Im Moment in einer derartig splendiden Phase, dass man ihm als einzigem 99er Bordeaux einmal die Maximalwertung zutrauen könnte. Im Herbst 2004 stand dieser Wein «eingeklemmt» zwischen dem grossen Lafite 2000 und dem bulligen Mouton 1998. Also nichts für wenig sensibilisierte Degustoren, denn dieses Mauerblümchen zeigte sich schlank und zart, ja fast unterwerfig. Da ich die drei Weine kannte, riet ich der Gästeschar, mit dem Margaux zu beginnen und ihn ganz auszutrinken, bevor man sich den anderen Pauillac-Boliden zuwandte. Eine lehrreiche Übung, um diesen hochfeinen, eleganten Margaux 1999 richtig zu begreifen (19/20). 05: Mit einer Reisegruppe der Académie du Vin an einem Herbstmorgen auf dem Château getrunken. Alle waren begeistert – inklusive Reiseleiter! Und drei Wochen später an einem Wine & Dine der CS im Restaurant Spice: Ein absolut grosser Margaux und somit in diesem Jahrgang ein Geheimtipp! (19/20). 07: Mittleres Rubin-Purpur. Wuchtiges Bouquet: Wildfleischaromen, tintige Noten, Moschus, Grüntee, würziger Cabernet-Touch; vielschichtig und offen. Angenehmer Gaumen, Terroirwürze, fleischig, stützende Adstringenz; die Gerbstoffe sind noch etwas ledrig; zeigt Trüffel, Bastholz und viel Reserven im Finale. (19/20). 09: Eine Magnum im Hermitage Ste Maxime aus dem kühlen Keller von Lucien Schmidlin. Süss, rund, mit viel Charme, schön parfümiert, weich und burgundisch – ein Fest für den verwöhnten Gaumen. Werden neuere Margaux auch noch so fein und zart werden? Ich glaube nicht! 09: Mit vier anderen 99er Premiers verkostet. Offen, rote Pflaumen, dominikanischer Tabak, Wachs, leichter Säureüberhang. War nicht so ganz happy mit dem Ding. Diese Flasche: 18/20. 13: Kleiner Jahrgang? Mitnichten! Noch immer sehr satt mit vielen Purpur-Reflexen. Die Nase sehr beerig (Waldhimbeeren), rote Kirschen und ein süsser Hauch Grenadine im mit hellem Tabak durchsetzten Bouquet. Im Gaumen satt, stoffig und immer noch gute Adstringenz, wenn auch logischerweise abklingend. Wir hatten den Wein drei Stunden in der Karaffe. Und … er war genau auf dem Punkt. (19/20). 14: Das duftet nach so richtig grossem Bordeaux in der Nase, Trüffel und Kräuter. Im Gaumen mit Charakter. Er ähnelt immer mehr seinem eigenen 1979er. (19/20). 14: Herrlich offen, schöne, rotbeerige, burgundische Frucht. Im Gaumen samtig und füllig. Ein Riesenspass auf hohem Niveau. Schmeckt besser als der Jahrgang generell. (19/20). 16: Sehr dunkles Rubin, Wildkirschentouch, Waldhimbeeren, dezent florale Begleitnoten und noch im Untergrund wirkende Röstaromen; konzentriert und delikat zugleich. Im Gaumen noch fruchtiger als in der Nase, passender Stoff und mit langem, rotbeerigen Finale endend. Ein überraschend grosser Margaux und ein grossartiger 1999er. Er ist wesentlich besser als das generelle Jahrgangsimage. Da gibt es aber auch noch andere Überraschungen. Aber wenige auf diesem Niveau. (19/20). 16: Der wunderbare Duft ist wie bei einem ganz grossen Margaux. Im Gaumen wird er jetzt langsam etwas schlanker, und so kommen die Konturen des nicht ganz grossen Jahrganges zum Vorschein. (18/20). 17: Aufhellendes Granat, etwas matt und am Rand aufhellend. Die Nase zeigt (noch immer) recht viele Röstnoten, etwas Glutamat, Backpflaumen und helle Schokolade. Er vermittelt so eine wunderbare, rotbeerige Süsse. Im Hintergrund feine Nuancen von roter Pfefferschote durch knapp ausgereiftes Traubengut. Im Gaumen stoffig, auch hier wieder eher rotbeerig, aber dies passt zu diesem recht grossen Margaux. Ohne grosse Jahrgänge daneben würde man diesen Wein glatt unterschätzen. Ein burgundischer Bordeauxspass. (18/20). 17: Im Restaurant Les Santons in Grimaud (Südfrankreich). Hat sich in den letzten Jahren wenig entwickelt. Also ohne Eile zu geniessen.

18

/20

André Kunz

Tiefes, würziges, frisches, kräftiges Bouquet, roter Cassis, Tabak, frische Kräuter, feine Korinthen. Eleganter, frischer Gaumen mit dichter, seidener Struktur, kräftiger Aromatik, feinem Tannin, langer, cremiger Abgang. 18/20 trinken - 2030

94

/100

The Wine Independent

Lisa Perrotti-Brown

Der 1999er Chateau Margaux zeigt eine mittel- bis tiefgründige granat-ziegelrote Farbe. Die Nase ist äußerst duftig und ansprechend, mit Aromen von Kirsch, Himbeercoulis, Rosenöl und Sandelholz, gefolgt von Anklängen von Eisenerz und ungerauchten Zigarren. Am mittelkräftigen Gaumen wirkt er lebhaft und energiegeladen, mit roten Beeren- und würzigen Noten, getragen von fein gekörnten Tanninen und einem langen, mineralisch geprägten Finale.

18

/20

Bettane+Desseauve

Mehr Substanz und Präzision in der Definition des Bouquets als beim 2001er, ein Wein ganz im Stil des „grand Médoc“, dezent würzig, saftig und derzeit ohne korkige Noten, einem der Mängel dieses Jahrgangs.

93

/100

Jean-Marc Quarin

Jean-Marc Quarin

Logo auf dem Korken: umgekehrtes T (Trescases) Dunkle Farbe, noch jugendlich, mit guter Intensität. Hervorragende, edle und distinguierte Nase, fruchtig und rauchig. Saftig bereits beim ersten Schluck, mit einer Struktur von präzisem Mundgefühl; der Wein entfaltet sich aromatisch und zeigt vor allem einen sehr anmutigen Abgang. Er zieht duftig, schmackhaft und ziemlich lang nach. In der Datenbank stehen elf Kommentare, aber ich habe ihn über dreißig Mal probiert – stets mit demselben Vergnügen und einem zarten Körper, ohne ausgeprägte Kraft.

95

/100

Decanter

In der Nase reif mit Noten von Waldboden, Leder und Schokolade, dann folgen eine ausgeprägte Säure und leuchtende, reife rote Früchte; am Gaumen zeigt der Wein jedoch nicht das Alter, das die Nase vermuten lässt. Überaus charmant, mit Anklängen von Tabak und würzigen Noten einer Zigarrenkiste, geschmeidigen Tanninen und einem langen Abgang. Heute wunderbar zu trinken.

Beschreibung

Die aromatische Reinheit und Beständigkeit eines großen Margaux-Weins

Der Produzent

Mit Ursprüngen, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, gehört das Château Margaux zu den Grand Crus, die die Legende der großen Bordeaux-Weine weltweit geprägt haben. Das Schloss erhielt 1855 den Titel Premier Grand Cru Classé und war das einzige der vier vorgestellten Schlösser, das die Note zwanzig von zwanzig erhielt. Mit dem Erwerb des Anwesens durch André Mentzelopoulos im Jahr 1977 schreibt Château Margaux ein neues Kapitel seiner Geschichte. Er führte den Grand Vin de Château Margaux auf höchstes Niveau und führte den Zweitwein des Schlosses, den Pavillon Rouge du Château Margaux, der 1908 eingeführt wurde, wieder ein. Nach dem vorzeitigen Tod ihres Vaters trat Corinne Mentzelopoulos in seine Fußstapfen und führte die Leitung mit Energie und Leidenschaft fort. Château Margaux ist zu einer der absoluten Top-Referenzen im Bordeaux geworden und an seiner neopalladianischen Erscheinung leicht zu erkennen. Jahrgang für Jahrgang gehören die Weine des Weinguts zu den größten Weinen der Welt.

Der Weinberg

Der Weinberg von Château Margaux verdankt seine Besonderheit seinem seltenen und einzigartigen Terroir, das auf einem Kieshügel liegt. Die Rebsortenbestand des Anwesens ist geprägt von der Hauptrebsorte der Region, dem Cabernet Sauvignon, ergänzt durch Merlot, Petit Verdot und Cabernet Franc. Die kalkhaltigen Lehmböden des Anwesens bringen legendäre Weine hervor, die durch ihre elegante und sinnliche Erscheinung so repräsentativ für die großen Weine von Margaux sind.

Der Jahrgang

Nach einer frühen Blüte begünstigte der warme und sonnige Sommer, unterbrochen von einigen Regenfällen, sowohl die Reifung der Trauben als auch die Entwicklung von Mehltau. Zwischen dem 20. August und dem 10. September sorgte sehr trockenes Wetter für eine außergewöhnliche Konzentration. Starke Regenfälle traten dann bis Ende September auf und beeinflussten die Ernte.

Rebsortenbestand

Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot.

Charakeristika und Verkostungstipps für Château Margaux 1999

Verkostung

Der Château Margaux 1999 besticht durch seine Finesse, seine aromatische Intensität und sein Gleichgewicht zwischen Geschmeidigkeit, Dichte und Länge, und offenbart eine schöne Kraft.

Château Margaux 1999
2.0.0