Entdecken Sie Ihr 100% kostenloses Treueprogramm | Entdecken Sie
TrustMark
4.77/5
unchecked wish list
Château Margaux 1990
5 Bilder
5 Bilder
Von Sonderaktionen ausgeschlossen
Nachhaltiger Weinbau

Château Margaux 1990

1er cru classé - - - Rot - Einzelheiten
Parker | 100
R. Gabriel | 18
J. Robinson | 18
Decanter | 98
Wine Spectator | 96
The Wine Independent | 100
Vinous Neal Martin | 98
8.895,00 € inkl. MwSt.
(
3.953,33 € / L
)
Verpackung : Eine Kiste mit 3 Fl.
3 x 75CL
8.895,00 €

Nur 2 verfügbar

am Lager

  • Delivery
    LieferungLieferbare Weine: kostenlos ab 300 €
    Rechtspfeil-Symbol
  • Producteur
    HerkunftsgarantieDirekteinkauf beim Produzenten
    Rechtspfeil-Symbol
Bewertungen und Rating

100

/100

Robert Parker

Robert M. Parker, Jr.

Ich hatte diesen Wein sowohl im Februar in Seoul, Korea, als auch im Dezember 2008 aus meinem Keller, und es war bemerkenswert, wie identisch die Weine rochen und schmeckten. Er bietet ein außergewöhnliches aromatisches Spektrum aus Frühlingsblüten, Kampfer, süßen roten und schwarzen Früchten, einem Hauch von Lakritz und keinerlei Hinweis auf seine Reifung in 100 % neuen Eichenfässern. Rund und großzügig mit niedriger Säure, aber mit opulenter, vollmundiger Fülle, die frisch bleibt und eine präzise, laserartige Definition besitzt, beginnt dieser atemberaubende Wein gerade erst, sein Plateau voller Reife zu erreichen, auf dem er sich noch drei weitere Jahrzehnte halten sollte. Eine sensationelle Leistung, er gehört zu den legendären Weinen von Chateau Margaux. Ausgabepreis: (1800,00 $/Kiste)

97

/100

Decanter

Das ist ein großer Wein und, wie alle großen, ist er ständig im Wandel. In einigen jüngsten Verkostungen wirkte er ausgesprochen füllig und energiegeladen; hier zeigte er sich zurückhaltender und mineralischer, als ich ihn in Erinnerung hatte. Dennoch bleibt er tiefgründig und öffnet sich mit etwas Zeit im Glas, um eine außergewöhnliche Tiefe zu zeigen. Erste Anzeichen von Reife und eine subtile Jodnote im Abgang sind vorhanden, doch er ist durchweg exquisit und sollte sich über viele Jahre weiter verbessern.

18

/20

Jancis Robinson

Jancis Robinson

Sehr tief im Geschmack und konzentriert, mit einem Hauch von Hefeextrakt (Marmite). Kraftvoll, dunkel und herzhaft, mit etwas Süße, auch wenn die süßen Aspekte dieses Weins dadurch nicht betont wurden, dass er direkt nach einem Rousseau Clos St-Jacques 1999 serviert wurde. Kein Wein, den man ablehnt. (JR)

98

/100

Vinous

Stephen Tanzer

Tief rubinrot. Wundervoll parfümiertes Bouquet aus Johannisbeere, Pflaume, Mokka, mineralischen Noten und Rosenblatt. Üppig, voll und reich, mit großer Süße und Klasse. Von geradezu fesselnder, mundfüllender Fülle. Der Abgang ist seidig und endlos, mit großer Breite. Aus dem Fass zeigte der Wein ein fantastisches Potenzial, aber dies ist die erste wirklich herausragende Flasche, die ich hatte. Trinkreife: 2005 bis 2035.

99

/100

Jeff Leve

Leve Jeff

Vollmundig, reich, opulent, elegant, lebhaft und konzentriert öffnet sich der Wein mit Veilchen, Tabakblatt, feuchter Erde, Johannisbeeren, Brombeeren, Waldboden und einem Hauch von Gewürz. Falls das noch nicht überzeugt, werden die samtige Textur und die mehrfachen Schichten seidig anmutender Früchte, die lange nachhallen, Ihren Gaumen erobern. Dies ist einer jener beeindruckenden Weine, die einen noch lange nach dem Ende des Abends begleiten.

100

/100

Falstaff

Falstaff

Dunkles Rubinrot, violette Reflexe, wässriger Rand. Sehr einladendes Bukett von schwarzen Kirschen, ein Hauch Karamell und feine Röstaromen, dazu Cassis und kandierte Veilchen; ein magischer Duft. Saftig, salzig, geprägt von großer Fruchtausdruck, perfekt integrierten Tanninen, schokoladigen Nuancen, weißem Pfeffer. Ein Wein mit Finesse und gewissem Reifepotenzial.

19

/20

Weinwisser

Leuchtendes Rubin, nur wenig Reifeschimmer, ziemlich aufhellend am Rand. Wachsiges Bouquet, dezent laktisch, ein Hauch Margarine, rotbeerige Frucht, von der Süsse her auch eine geléeartige Komponente zeigend, Hagebutten und ein Hauch Kamille, Honignoten von überreifem Merlot, ausladend und mit wohlig strömender Nase. Im Gaumen saftig oder gar seidig, wirkt schlank, aber die Länge ist dafür genial und auch fast tänzerisch, eine gewisse Fragilität ist auch schon da, im Innern zeigt er viel Margaux-Parfüm. Hat wahrlich etwas Burgundisches und strotzt nur so von Finessen. Seit Langem eine der allerbesten Flaschen. Trinken, träumen, taumeln.

20

/20

René Gabriel

Ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe ich schon, wenn ich, um diesem Wein gewisse Rahmenbedingungen einzuräumen, aus mehr als 30 Notizen aussuchen kann. Während andere Weinfreaks vielleicht nur davon träumen, einmal an einem solchen Glas zu nippen, oder mit grosser Ehrfurcht die einzige Flasche im Keller ab und zu wieder in die Hand nehmen, "schwimme" ich in Weinbeschreibungen, die mir aufzeigen, dass die Entscheidung, den Kochjob an den Nagel zu hängen, um in die Weinbranche zu wechseln, völlig richtig war. Wer kann denn schon so viel essen? Fassprobe im April 1991 (20/20): Vielschichtiges, differenziertes Bouquet, Nüsse, Fett, Himbeeren, Würzspiel. Im Gaumen Rasse, feingliedriges Extrakt. Reicher Körper mit Cabernet-Dominanz. Die Rasse könnte vom absolut reüssierten Petit Verdot herkommen, der mit einem Anteil von 10 % (!) im Grand Vin vorhanden ist. In der Nase sind die roten, im Gaumen die blauen Früchte überwiegend. Feines, nachhaltiges Finish, das viel Zukunft verspricht. Dürfte wohl der beste Premier Cru dieses Jahrganges werden. In der Eleganz ein 85er, im Potential ein 83er. Und oft auf dem Château während den Reisen der Académie du Vin degustiert. Arrivage (20/20): Gäbe es ein Weinparfüm, dann müsste man diesen 90er Margaux als Basis dafür verwenden: Stoff, Stoff und nochmals Stoff, aber vom Feinsten, feingegliederte Adstringenz in absoluter Perfektion. 1995 in einer Blindprobe von vier verschiedenen Weinen aus vier verschiedenen Kontinenten/Ländern bei Walter Eigensatz wusste ich, dass dies ein grosser Bordeaux sein muss: Aus dem übergrossen Kelch, in dem er serviert wurde, war das Bouquet verschwenderisch, vielleicht fast ein bisschen zu röstig. In der Nase zeigt sich im Moment ein Evolutionston, weshalb ich von einem momentanen Konsum auf alle Fälle abrate. <div style="font-style:italic;color:#990033">Wenn ein Wein nach Bananen riecht, dann ist es ein Jahrhundertwein!</div> Dies hatte mir einmal Jean-Paul Gardère, der ehemalige Direktor von Château Latour als Geheimtip ins Ohr geflüstert. Ich konnte ihn nie so richtig verstehen, obwohl ich manchmal – bei gewissen Weinen – das Gefühl hatte, Bananen in irgend einer Form zu riechen. 1996 sass ich nach getaner Kellerarbeit vor einer halben Flasche Margaux 1990 und roch Bananen, so typisch wie ich es selbst bei Bananen noch nie erlebt hatte: Die Nase (nebst Bananen) riecht konzentriert, fast nach Portwein und Dörrfrüchten aller Art. Eine derart dezente Süsse habe ich noch selten bei einem Wein erlebt. Im Gaumen ist er extrem konzentriert, aber finessenreich zugleich. Diese Eigenschaft in einer solchen Perfektion gibt es nur bei Château Margaux und manchmal auch beim Lafite-Rothschild. In der Zwischenzeit wieder oft getrunken. Er bleibt ein Bordeaux-Traum, auch wenn ich ihn in letzter Zeit schon ein paar Mal mit 19/20 Punkten taxierte. Arlbergprobe: Absolut delikates Waldbeerenbouquet, alleine schon vom Nasenbild her perfekt. Im Gaumen diese typische, geradlinige Beerennote, ganz feine, aber extrem dicht gegliederte Tannine, noch immer jung, pfeffrig und weit von der ersten Genussreife entfernt, dramatisches Finale mit einer Nachhaltigkeit und Frische, wie man dies wohl nur selten bei einem gut 10jährigen Wein erleben kann. In dieser Serie mit dem 90er Pétrus verwechselt. 00: Sattes Granat mit rubinen Reflexen. Delikates Zedern- und Pflaumenbouquet, helle Tabaknote, Hirschleder. Im Gaumen süss, wiederum viel Pflaumen, sanft marmeladiges Extrakt, Rosinenhauch, Trüffel, noch immer fein adstringierende Tannine. Wird er wieder zulegen und an seiner Jugendhochform anknüpfen, oder muss man sich damit zufrieden geben, dass Latour und Pétrus um das 90er Siegerpodest kämpfen werden (19/20)? 01: Honivogl 1990 oder Margaux 1990? Man soll nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Schon gar nicht Weisswein mit Rotwein. Es war ja auch nicht gewollt, sondern rein zufällig passiert. Herbst 2002, ein Samstagabend, Hotel Haus Paradies Ftan, rund 40 Freunde an den Tischen. Eröffnet wurde das Gala-Diner von zwei Dreierserien mit Weissweinen von Irmgard und Franz Hirtzberger von der Wachau, die ebenfalls bei uns am Tisch sassen. Der erste Flight; drei Rieslinge (Singerriedel), der zweite Flight; dreimal Grüner Veltliner Smaragd Honivogl mit den Jahrgängen 1999, 1995 und 1990. Jeder Wein für sich schon eine Offenbarung. Dann die ersten Rotweine von Château Margaux mit seinem Zweitetikett; Pavillon Rouge du Château Margaux. Und dann endlich der Premier Grand Cru selbst. Fragile Flaschen vom Jahrgang 1937. Der am Anfang trockene, an der Luft gewinnende 1959er. Ein brutaler, enttäuschender Margaux 1986. Tröstlich dann eine saftige Impérialeflasche 1979 – Nonchalance pur! Der legendäre 20/20 Punkte-Margaux vom Jahrgang 1983. Dann endlich – Margaux 1990! 100/100 Parker-Punkte und auch sonst im Punkteolymp sämtlicher Weinjournalisten: So rund, so fein, so fett und doch elegant, schmeichelnde Gerbstoffe, verschwenderische Aromatik. Man ist an diesem Abend schon beim ersten Schluck bei einem fraglosen Winnerwein angelangt. Und irgendwie ist mit diesem Margaux 1990 der Abend auch schon gelaufen. Alle sind glücklich und ich bin froh. Ein letzter Schluck und gute Nacht. Doch so spät ist es noch nicht und ich sehe, dass ich aus den ersten Serien noch "Reste" von der letzten Weissweinserie auf dem Tisch vor mir übrig habe. Einen "Reparaturwein" denke ich mir und lasse mir das zimmertemperaturwarme Überbleibsel vom 1990 Honivogl über die Zunge gleiten. So abgestumpft bin ich noch nicht, dass ich nicht bemerke, was sich jetzt nach dem genialen Margaux 1990 in meinem Gaumen abspielt. Das Spiel beginnt nicht von vorn, sondern das vorhergegangene Finale bekommt einen neuen Höhepunkt. So, wie wenn nach dem letzten Raketenknall das Feuerwerk noch einmal zu einem überdimensionalen Feuerreigen ansetzt. Ein Weisswein, der mehr Aroma als der Margaux 1990 hat – auch mehr Fülle, mehr Grösse, von allem einfach nochmals mehr. Und da gibt es heute Weingeniesser (es sind statistisch gesehen immerhin über 70 %!), die Rotweine generell qualitativ immer höher bewerten als die grössten Weissweine der Welt. Und die grössten Weissweine der Welt werden immer noch fälschlicherweise nur im Burgund gesucht. Spätestens nach diesem unfreiwilligen, spontan entstandenen Vergleich weiss ich erst recht, warum ich so gerne in die Wachau fahre und warum Franz Hirtzberger dort zu meinen Lieblingswinzern gehört. 02: Und wieder reichte es ihm nicht ganz für die Maximalbewertung: Nussiges, leicht laktisches Bouquet, gebunden und buttrig. Im Gaumen rund, schmeichelnd, Eleganz pur, burgundische Noten, zeigt noch viel Rückhalt und eine sensationelle, rotbeerige Aromatik im Nachklang. Verwechselt man hier Schönheit mit Grösse oder wird er eines Tages die beiden Wunschelemente in sich vereinen können? Ein Spitzenwein bleibt der Margaux 1990 allemal. 05: Eine halbe Flasche aus meinem Keller mit Andy Kollwentz getrunken. Zwei Wochen später wieder an Heinz Wetters Geburtstag. Diese verrüchte, parfümierte rotbeerige Süsse und die Wärme der ausstrahlenden Tannine lassen Bordeaux- wie auch Burgunderfans ausflippen. Da in der gleichen Serie noch der Montros 1990 drin war, merkt man aber dass eine glatte 20/20 dann doch unangebracht wäre. Was aber die Schönheit dieses genialen Weines in keiner Weise schmälert! (19/20). 07: Ein paar Mal getrunken. Mehrere Male aus kleinen Flaschen und hier wieder aus einer Normalflasche an meinem 50jgsten Geburtstag. Der Wein wird irgendwie schlanker, die Säure bleibt und die Süsse zeigt jetzt auch im Innern Spüren von leicht grünem Cabernet. Wer ihn jetzt wohl nicht trinkt - ist selber Schuld. Leider reicht das in letzter Zeit Erlebte nicht mehr für die maximale Punktezahl. In Holland: Hat sich in den letzten Jahren deutlich aufhellt du zeigt in seinem leuchtenden Granat auch orange Töne und Nuancen von Bernstein am Rand. Die Nase ist betörend süss, zeigt Buttertöne, helles Caramel, Rosinen und Honig von sehr reifem, bis überreifem Traubengut, dahinter würzige Kräutertöne. Im Gaumen saftig, wiederum süss, schmeichelnd fette Tannine, burgundischer Fluss, parfümiert im Finale. Zweifellos ein wunderschöner Margaux, sicherlich auch jetzt in seiner vollen Reife, doch um mit seinen eigenen ganz grossen Jahrgängen und um mit den allergrössten Bordeaux seiner Zeit mit zu halten, fehlt im doch letztendlich die Konzentration und das weitere Altersversprechen. 08: Impériale in Wien. Mittleres Granat, deutlich aufhellende, orander Rand. Umwerfend süsses Bouquet, zeit Rosinen von überreifem Traubengut, helles Vanille, Milchkaffee, Pflaumen, dunklen Rosine, üppig mit mittlerem Druck. Im Gaumen sehr reif, voller Charme, auch hier wieder eine unbändige Süsse zeigend, hat in letzter Zeit etwas an Druck verloren und zeigt somit, dass er seinen Höhepunkt erreicht hat. Schönheit und Anmut! Nase: 19/20, Gesamteindruck: 18/20. 10: Auch hier wieder mehr wunderschöne Nase als grosser Wein im Gaumen - gejammert auf sehr hohem Niveau! (18/20). 10: Eine ganz tolle Flasche an der grossen 90er-Probe im Saanenland. Reifende Farbe, deutlich aufhellend. Süsses Bouquet, Kandisnoten, Sommertrüffel, ein Hauch Caramel, eingedickter Birnensaft, sehr duftig und voll offen. Im Gaumen trockenes Extrakt, Baumnussschalennoten, wirkt ledrig und es fehlt hier etwas an Fett im Fleisch, mit Rosinentouch endend. (18/20). 12: Deutlich aufhellend, aber erstaunlich wenig Reifetöne. Offenes, feinsüsses Bouquet, viel Rosinentöne, Honignuancen, helles Malz, getrocknete Kamille. Feincremiger, burgundischer Fluss, homogen, feine Kräutertöne im Extrakt, klingt sehr lange nach. Die Nase liegt klar bei 20/20. Im Gaumen schafft er es dann nicht mehr so ganz. Je nach Flasche zwischen 19/20 und 18/20. 12: Gefährlich reife Farbe, deutlich ziegelroter Rand aussen. Beginn mit Honignuancen, rotbeerig, die Süsse ist fast kompottig, helle Edelhölzer, voll offen, im zweiten Ansatz Kräuter und auch Heunuancen. Im Gaumen einerseits füllig andererseits auch nicht besonders konzentriert, endet – von der Aromatik her – sehr lange aber nicht mehr druckvoll. Eine feine Margaux-Delikatesse, welche jetzt wohl in der Endform-Genussform ist. Die Nase liegt bei: 19/20. Der Rest bei 18/20. 13: Leuchtendes Rubin, nur wenig Reifeschimmer, ziemlich aufhellend am Rand. Wachsiges Bouquet dezent laktisch, ein Hauch Margarine, rotbeerige Frucht, von der Süsse her auch geléeartige Komponente zeigend, Hagebutten und ein Hauch Kamille, sowie Honignoten von überreifem Merlot, ausladend und mit wohlig strömender Nase. Im Gaumen saftig, oder gar seidig, wirkt schlank, aber die Länge ist dafür genial und auch fast tänzerisch, eine gewisse Fragilität ist auch schon da, im Innern zeigt er viel Margaux-Parfüm. Hat wahrlich etwas Burgundisches und strotzt nur so von Finessen. Seit langem eine der allerbesten Flaschen. Trinken, träumen, taumeln. (20/20). 14: Intaktes Weinrot, noch fein rubiner Schimmer, strahlend in der Farbe. Verrücktes Bouquet, kleine, reife und auch konfierte Früchte, die Frucht ist ein Wahnsinn und immer noch unglaublich frisch. Im Gaumen wie ein tiefgründiger Richebourg, auch hier wieder eine schon dramatisch konzentrierte Frucht aufweisend, stoffiger Gaumen, Kokos, welches sich mit Edelholz verbindet. Legendärer Margaux dicht und tänzerisch zugleich. Eine önologische Renaissance. (20/20). 15: Deutlich aufhellend und seine 25 Jahre Flaschenreife zeigend. Mit einem delikaten, ziemlich süssen Bouquet beginnend, Honignuancen, Kamille, Rosinen und helle Edelhölzer. Über alles ist feines Caramel zu spüren. Im Gaumen einer der schönsten Burgunder, der je in Bordeaux produziert wurde, elegant tänzerisch. Das war ein richtiges Finessenpaket. Auf nichts mehr warten – entkorken! 16: Vielleicht war das nicht der grösste Margaux dieses Tastings, aber sicherlich der Beliebteste. Bevor ich den Stil des Glases berührte drangen schon entzückende «Ohs» und «Ahs» an mein Ohr. Die Nase berauschend und ausufernd, enorm gefächertes, versprühendes Süssweinpaket, von Kokos, Caramel über Sandelholz und Rosinen. Im Gaumen rahmig, weich und mit superber, aber auch schier fragiler Balance. Seit Jahren fasziniert er auf diesem Niveau als unvergleichliche, genialste «Chambertin-Margaux-Variante». 20/20. 16: Reife, aufhellende Farbe, man sieht da schon deutlich gewisse Reifetöne. Die Nase wuchtig und mild zugleich, eine enorme Süsse ausstrahlend. Im Gaumen ebenfalls süssliche Komponente aufweisend, kurioserweise fand ich da ein paar rote Paprikaspuren, welche ich von früheren Kontakten nicht kannte. Insgesamt tänzerisch und mit rotbeerigem Parfüm. Mutiert jetzt zu einem sehr burgundisch wirkenden Château Margaux. Diese Flasche: 19/20. Wohl weil der Lafite 1990 daneben war. (20/20). 17: Relativ hell, grosser Rand aussen, eine gewisse Reife zeigend, in der Mitte noch deutlich Granatrot. Hochreifes Bouquet, geprägt von süssen Rosinen- und Datteltönen, ausladend mit burgundischem, dezent laktischem Ansatz. Im zweiten Nasenbild; Honig und helles Malz, wunderschön füllig in der Nase. Absolut berauschend. Im Gaumen wie ein Chambertin und Richebourg gleichzeitig, die Tannine sind mollig, voll eingebunden, cremiges, betörendes Finale. Ist dieser Wein jetzt wirklich ganz gross oder einfach nur «übergeil»? Auf alle Fälle war das der Publikumsliebling des Abends. Ein absolut hemmungsloser Genuss. (19/20). 20: Reifendes Granat, feiner Rand aussen. Offenes, gebundenes Bouquet, weit ausladend. Mit Aromen von Red Currant Pastillen, Johannisbeerengelee, hellem Malz, Edelhölzern, Hirschleder und frisch geschnittenen Eierschwämmli. Im zweiten Ansatz pfeffrig und Spuren von Rosmarin. Eine richtige Nasenorgie mit erotischen Zügen. Im Gaumen wird er noch süss, zeigt Caramel, Honig, Rosinen und Kandis. Vom Körper her wirkt er elegant, schier leicht und zeigt eine saftige Balance. Wie schon der 1990er Palmer ist auch dieser hier schon fast unerhört süffig. Auf sehr hohem Niveau, versteht sich. Leider ist der Marktpreis in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. (20/20). 22: Mittleres Granat mit viel ziegelroten Reflexen. Das Bouquet ist minim kompottig, tendenziell rotbeerige Anflüge, getrocknete Goji-Beeren, Hagebuttengelee, Johannisbeerenkonfitüre und Amarena Kirschen. Erotisch bis berauschend mit seiner generellen Nasensüsse. Im Gaumen komplex, füllig, cremig, anmutig und obercharmant. Wenn man zuweilen behauptet, dass gewisse Weine der Appellation Margaux burgundisch daherkommen, so ist dies hier definitiv der Fall. Power und Finesse. Ein wunderwunderwunderwunderschöner Château Margaux! (20/20).

19

/20

André Kunz

Samtenes, cremiges, süsses, kräftiges, komplexes Bouquet, Pflaumen, Erdbeeren, Feuerstein, fein Pralinen. Ausgewogener, dichter, eleganter, feiner Gaumen mit kräftiger, süsser Aromatik, feinem Tannin, dichter, cremiger Struktur, langer, kräftiger, frischer Abgang. 19/20 trinken

100

/100

The Wine Independent

Lisa Perrotti-Brown

Der 1990er Chateau Margaux zeigt eine tief granat-ziegelrote Farbe. Die Nase explodiert förmlich – eine Detonation von Aromen nach Crème de Cassis, Pflaumenkompott und Heidelbeerkuchen, gefolgt, mit Zeit und viel Kreisen im Glas, von diesem klassischen Margaux-Duft nach kandierten Veilchen, Weihrauch, duftiger Erde und gefallenem Laub. Am mittelkräftigen Gaumen drängen sich Schichten von Schwarfrucht und exotischen Gewürzen, getragen von wunderbar geschmeidigen Tanninen und gerade genug Frische, mit einem langen Finale voller mineralischer Funken. Wenn Sie das Glück haben, eine Flasche zu besitzen, lehnen Sie sich zurück für eine absolute Achterbahnfahrt mit diesem legendären Wein! Er ist der Inbegriff des Margaux-Ausdrucks – nicht nur dieses Terroirs, sondern auch seiner Hüter.

92

/100

Jean-Marc Quarin

Jean-Marc Quarin

Logo auf dem Korken: umgekehrtes T (Trescases) Mittlere, gereifte Farbe. Intensives, fruchtiges Bouquet, aber nicht so reif wie die vorherigen Weine. Nuancen von Tinte und Lakritz. Weich und präzise im Antrunk, sehr, sehr fruchtig in der Entwicklung, luftig und schmelzend, aber am Ende einen Hauch lebhaft; der Wein endet duftig mit guter Länge. Es zeigen sich Abweichungen von Flasche zu Flasche.

92

/100

La RVF

Beginnende Reifeentwicklung, eine leicht milchige Note, rauchige Nuancen und eine Frucht, die noch immer vibriert. Samtiger Gaumen, hervorragende Balance.

Beschreibung

Verkostungstipps für den Château Margaux 1990

Verkostung

Dieser Jahrgang besticht durch seine Süße, seine fruchtige Struktur und seine Struktur.

Ein reicher und harmonischer Grand Cru Classé aus Margaux

Das Weingut

Mit Ursprüngen, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, gehört das Château Margaux zu den Grand Crus, die die Legende der großen Bordeaux-Weine auf der ganzen Welt geprägt haben. Das Schloss wurde 1855 zum Premier Grand Cru Classé ernannt und war das einzige der vier vorgestellten Châteaux, das die Note zwanzig von zwanzig erhielt. Mit dem Erwerb des Weinguts durch André Mentzelopoulos im Jahr 1977 schreibt Château Margaux ein neues Kapitel seiner Geschichte. Er hob den Grand Vin von Château Margaux auf das höchste Niveau und führte den Zweitwein des Schlosses, den Pavillon Rouge du Château Margaux, der 1908 eingeführt wurde, wieder ein. Nach dem vorzeitigen Tod ihres Vaters trat Corinne Mentzelopoulos in seine Fußstapfen und übernahm mit Energie und Leidenschaft die Führung des Château Margaux, das zu einem Meisterwerk aus Bordeaux geworden ist, das an seiner neopalladianischen Erscheinung leicht zu erkennen ist. Jahrgang für Jahrgang gehören die Weine des Weinguts zu den größten Weinen der Welt.

Der Weinberg

Der Weinberg von Château Margaux verdankt seine Besonderheit seinem seltenen und einzigartigen Terroir, das auf einem Kieshügel liegt. Die Rebsorten des Anwesens setzen auf die schwarze Leitsorte der Region, den Cabernet Sauvignon, ohne den Merlot, den Petit Verdot und den Cabernet Franc zu vergessen. Die kalkhaltigen Lehmböden des Anwesens bringen legendäre Weine hervor, die rassig und sinnlich sind und so repräsentativ für die großen Margaux-Weine sind.

Der Jahrgang

Die Milde des Jahresbeginns geht einem Sommer voraus, dessen Hitze und Trockenheit den Weinberg auf die Probe stellen. Die Regenfälle im September sind vorteilhaft, um eine optimale Reifung der Beeren zu gewährleisten.

Assemblage

Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot.

Château Margaux 1990
2.0.0