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Château Troplong Mondot 1989
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93
/100
Wine Spectator
Verführerisch. Wunderschön duftig, mit viel Himbeere und floralen Aromen. Vollmundig, mit samtigen Tanninen und einem köstlichen Nachhall von Brombeere und dunkler Schokolade. -- Bordeaux-Horizontalverkostung 1989.
86
/100
Vinous
Neal Martin
Der Troplong-Mondot 1989 zeigt ein erdiges Bouquet nach Erdbeerbonbon und Leder, mit einem Hauch von Gewürznelke; ansprechend, wenn auch leicht müde. Am Gaumen mittlerer Körper, mit körnigen Tanninen und Noten von roten Früchten, Schwarztee, Leder und Tabak, dezent würzig und sanft, doch zum Finale hin fehlt es an wirklicher Substanz und Griff. Bald trinken. Vor Ort auf dem Weingut aus einer ab Weinkeller stammenden Magnum verkostet.
94
/100
Jeff Leve
Leve Jeff
Wahrscheinlich nahezu voll ausgereift und mit deutlich aufgehellter Farbe war der Wein vollgepackt mit würzigen schwarzen Kirschen, feuchter Erde, Rauch, Konfitüre, Lakritz und Mokka. Mit weicher, seidiger und runder Textur endete er in einem süßen Finale mit Aromen von Sauerkirsche, Pflaume und Gewürzen, dazu ein schokoladiger Nachhall. Für alle, die Fakten mögen: Der Alkoholgehalt lag bei 13,5 %.
15
/20
Weinwisser
Mittleres, reifendes Weinrot. Offenes, malziges Bouquet, Kochschokolade, chinesische Pilze, Selleriepulver, chemische Noten, Bakelit. Im Gaumen zwar imposanter Körper, aber wenig Harmonie, Rumtopffrüchte im Extrakt, mehrheitlich eher scharf und aggressiv, arrogante Gerbstoffe. Ein Wein, der von anderen Weinkritikern wesentlich bessere Noten erhält, aber auch nach inzwischen zehn verschiedenen Proben bleiben wir pessimistisch.
15
/20
René Gabriel
Die Ausgangslage für diesen Wein wäre eigentlich sensationell gewesen. Mit nur 45 hl/ha Ertrag zeigte er sich bei der Fassprobe berauschend mit Rauch, Rum und Dörrbananen. Zwar hatte ich ihm in der Jugend eine zu starke Holzdominanz attestiert, war aber davon überzeugt, dass angesichts des versprechenden Alterungspotentials dieses Manko wettgemacht würde. Ab 1995 verschlechterte sich der Wein zunehmend, wurde immer trockener und verlor fast monatlich an Aromen. 1996 schickte ich, mit der Bitte um einen Kommentar, eine Flasche ins Château zurück. Er wäre ein bisschen reifer als jene Flaschen im Schlosskeller, aber durchaus korrekt, antwortete mir die Besitzerin Christine Valette. In der gleichen Woche prüfte ich nochmals einen 89er Troplong aus einem völlig anderen Keller: Das Bouquet zeigt brandige Spuren sowie einen Hauch flüchtiger Säure. Im Gaumen ist der Wein ruppig und unharmonisch. Man kann sich die Frage stellen, ob er eine derartig massive Reduktionsphase durchmacht? Ich glaube aber immer mehr, dass nach der Fruchtphase eine sehr grosse Enttäuschung aufkommen wird. Mit jedem Schluck beginne ich die Hoffnung mehr und mehr aufzugeben! Der amerikanische Robi gibt ihm 96/100 Punkte. Na dann Prost! 99: Nachdem er sich seit der hoffnungsvollen Fassprobe immer mehr verschlechterte, kommt jetzt eine gewisse Identität mit damaligen politischen Ereignissen in Deutschland auf; der Fall der Berliner Mauer. Trotz tiefer, versprechender Farbe dividiert sich der Wein immer mehr in Einzelteile: Brandiges Bouquet, leicht flüchtige Noten; kompakt, jedoch trocken. Im Gaumen unharmonisch, zwar kräftig und mit Konzentration nur so um sich werfend, allerdings ist nach wie vor keine Harmonie vorhanden, was auch nie eintreten wird. Ab auf die Auktion und solche finden, die es noch nicht wissen (14/20). 03: Mittleres, reifendes Weinrot. Offenes, malziges Bouquet, Kochschokolade, chinesische Pilze, Selleriepulver, chemische Noten, Bakelit. Im Gaumen zwar mit imposantem Körper, aber ohne Harmonie, Rumtopffrüchte im Extrakt, doch mehrheitlich eher scharf und aggressiv, arrogante Gerbstoffe. Es ist mir bewusst, dass dieser Wein andernorts immer wieder wesentlich bessere Noten erhält, doch nach rund 10 verschiedenen Proben glaube ich mit meinem Pessimismus treffender zu liegen. 15/20 austrinken
94
/100
Jane Anson
Jane Anson
Ein weiterer Beleg für das unglaublich kraftvolle Terroir dieses Weinguts: 37 Jahre alt und dennoch mit beeindruckender Statur – Aromen von Pflaume, Feige, Zwetschge, Kakao und rauchiger Erde. 1989 hatte die Familie Valette das Sagen, mit Christine Valette, die 1981 im Alter von nur 22 Jahren zum Familienweingut kam, als ihr Vater es verkaufen wollte. Aus der Magnum serviert.
92
/100
Jean-Marc Quarin
Jean-Marc Quarin
Bei diesem Jahrgang von Troplong Mondot gibt es Schwankungen von Flasche zu Flasche. Auf dem Château habe ich 2005 einen 89er probiert, dessen Nase zu stark oxidiert war und der völlig im Niedergang schien. Dagegen war eine andere Flasche bemerkenswert: Sie duftete nach Früchten und Kaffee und bot am Gaumen eine kraftvolle Frucht mit Lakritz, begleitet von satten, langen Tanninen. Ich bewertete ihn mit 17,5. Bei einem Dinner während der Vinexpo 2007 waren jedoch mehrere Flaschen des 89ers vom Château ebenfalls oxidiert.



