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Château Montrose 1996
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Nachhaltiger Weinbau

Château Montrose 1996

2e cru classé - - - Rot - Einzelheiten
Parker | 96
R. Gabriel | 19
J. Robinson | 17
Wine Spectator | 92
The Wine Independent | 98
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Bewertungen und Rating

94

/100

La RVF

Auch wenn es eindeutig Substanz besitzt, zeigt es sich in einem geradlinigen, sehr festen Stil, an der Grenze zur Strenge. Auf seinen Tanninen aufgebaut, entfaltet es eine sehr schöne Länge.

18

/20

Weinwisser

Tiefes Granat, noch wenig Reifetöne. Nobles, süsses Bouquet, Wildledernoten, Pflaumen, Teer, Trüffel. Saftiger, dichter Gaumen, erster Schmelz um die Tannine zeigend, im Innern leicht grünlich wirkender Cabernet, Gerbstoffe spröde Konturen aufweisend, mittlere Konzentration, noch etwa zwei Jahre Zeit brauchend, verschlossen.

95

/100

Robert Parker Wine Advocate

Robert M. Parker, Jr.

Dies war ein sehr starkes Jahr für das Médoc, im Gegensatz zu Graves und dem rechten Ufer. Der Jahrgang hat einen sehr uneinheitlichen Ruf, jedoch deutlich weniger, was die Rebsorte Cabernet Sauvignon im Médoc betrifft. Die Lese begann am 23. September und endete am 6. Oktober – ein relativ kurzer Zeitraum, selbst für ein großes Gut wie Montrose. Der Wein besitzt süßere Tannine als der 1995er, erreicht jedoch nicht ganz die Reife, die in 2003, 2005, 2009 und 2010 so deutlich war. Dieser Wein zeigt den klassischen, traditionelleren Stil von Montrose, mit staubigen, lehmigen Bodennoten, die sich mit Cassis- und Brombeeraromen verbinden. Lakritz, Unterholz und florale Nuancen waren ebenfalls präsent. Der Wein verfügt über eine gute Säure und steht kurz davor, sein Reifeplateau zu erreichen. In diesem Jahr setzte Montrose in der Cuvée stark auf Cabernet Sauvignon: 76% Cabernet Sauvignon, 20% Merlot, 3% Cabernet Franc und 1% Petit Verdot.

92

/100

Wine Spectator

Wunderschöne Aromen von zerdrückten Beeren und Vanille, mit einem Hauch von Lakritz. Vollmundig, mit süßer Frucht und seidigen Tanninen. Lang und schmeichelnd. Jetzt schon wunderschön; kann sich mit etwas Reife noch leicht verbessern, aber warum warten? Ich dachte vor Jahren, es wäre einer der Weine des Jahrgangs. Ist er nicht. – Bordeaux-Retrospektive ’95/’96. Jetzt trinken. 17.600 Kisten produziert.

17

/20

Jancis Robinson

Jancis Robinson

Blind serviert. Mittelrubin mit deutlich gereifter Randzone. Sehr reif sowie angenehm süßlich und entwickelt, mit der Säure und dem leichten bis mittleren Körper eines 1985ers. Aber nein, es ist ein 1996er! Hervé Berland gibt zu, dass er älter wirkt, als er ist. Einer der Lieblingsjahrgänge von Martin Bouyges. (JR)

94

/100

Vinous

Stephen Tanzer

Sattes Rubinrot. Intensive Aromen von rauchiger Schwarzkirsche, schwarzer Olive, Mineralität, Zedernholz und Wild; ich musste dabei an eine Montecristo No. 2 denken. Das zeigt wirklich die ganze Bandbreite der Aromen eines jungen Montrose. Dicht, saftig und vielschichtig; hallt am Gaumen eindrucksvoll nach. Im Nachhall sehr reif; subtile, komplexe Aromen, die scheinbar endlos anhalten. Die Tannine sind in perfekter Harmonie.

92

/100

Jeff Leve

Leve Jeff

Altmodisch und stilistisch sehr klassisch: Der Wein ist straff, energiegeladen und hartnäckig tanninbetont. Die Frucht ist kurz und brillant und tendiert eher zur strengen, herben Seite mit Cranberry-Noten und leicht roten Früchten. Interessanter wirkt er etwas mehr in der entwickelten Nase mit Zedern- und Tabakanklängen als am Gaumen. Wenn das Ihr Stil ist, wird er Ihnen wahrscheinlich besser gefallen als mir.

19

/20

René Gabriel

97: Bei der Fassprobe bereits mit 18/20 Punkten sehr hoch bewertet: Tiefes Bouquet, Erdtöne, Veilchen, Cassisduft, starke Cabernet-Präsenz. Fleischiger Gaumen, kräftige Gerbstoffe, feinsandige Struktur, die Adstringenz zeigt ein grosses Reifepotential an. Bei der Arrivage-Degustation hat der gleiche Wein mit gut zehn anderen St. Estèphe tief beeindruckt (19/20): Umwerfendes, konzentriertes Cabernet-Bouquet, dahinter Edelhölzer, Dörrbananen, ein Hauch Kokos und eine fast buttrige Komplexität, schon von der Nase her ein ganz grosser Wein. Im Gaumen homogen, so viel Charme wie man es sonst nie von einem Montrose gewöhnt ist, stoffig und enorm konzentriert, noch sanft kernig, was aber dem Wein Charakter verleiht, unglaublich lang. Ein königlicher St. Estèphe, der zu den ganz grossen Bordeaux seines Jahrganges gehört. Hat seit der Fassprobe eher noch zugelegt. Notiz aus dem Jahr 2000 (18/20): Nobles, delikates Cabernet-Parfüm, reif und intensiv mit seiner blauen Frucht und trüffeligen Terroiraromatik, Korinthennote, Edelhölzer, eine kompakte, gebündelte Ladung. Fester, satter Gaumen, intensive, reifeverlangende Adstringenz, viel noble Charakterzüge, braucht noch sehr viel Geduld und wird erst in zehn Jahren mit seiner sehr langen Genussreife beginnen. Dann kann er sogar vielleicht einmal 19/20 Punkte erreichen. 02: Geballtes, tiefgründiges Bouquet, schwarzer Pfeffer, Zimt, Kardamom und exotische Edelhölzer, fleischige Noten darin, aber vor allem eine fast dramatische Terroirsüsse mit Trüffelspuren. Fleischiger Gaumen umfassende, viel Grösse anzeigende Adstringenz , mächtige Ausstrahlung. Ein grosser Wein mit einem Alterungspotential, das nur ganz wenige im Médoc haben. (19/20). 04: Üppiges Bouquet, Dörrpflaumen, Palisandernoten, Schokotöne, Wildfleisch, animalische Züge. Im Gaumen charaktervoll, fleischig, kräftig, die Gerbstoffe sind leicht angerundet darunter aber noch Reife verlangend, druckvolles Finale. Toller, lagerfähiger Wein. 06: Tiefes Granat, noch wenig Reifetöne. Nobles süsses Bouquet, Wildledernoten, Pflaumen, Teer, Trüffel. Saftiger, dichter Gaumen, erster Schmelz um die Tannine zeigend, im Innern leicht grünlich wirkender Cabernet, die Gerbstoffe weisen spröde Konturen auf, mittlere Konzentration, braucht noch etwa zwei Jahre. 09: Leider korkte die zweite Flasche, glücklicherweise gabs eine grossartige zuvor zum Mittagessen in der Obermatt. Fleischig, gross, aber nicht so unnahbar wie man es von einem ganz grossen, erst 10jährigen Montrose erwarten würde. (19/20). 11: Dunkles Granat, wenig Reifetöne, schöne Tiefe zeigend. Aromatisches Bouquet mit klassischer, trüffeliger Saint-Estèphe-Terroirnote, öffnet sich nur langsam, im Innern eine gewisse Restfrucht zeigend, die beweist, dass der Wein noch sehr jung ist. Grosser Gaumen mit viel Fleisch und Fett, reife, warme Cabernetnoten, die Gerbstoffe sind angerundet und es scheint, dass dieser grosse Montrose nach 15 Jahren nicht so unnahbar ist, wie führere Montrose’s im gleichen Stadium, viel Dörrpflaumen und Tabak im Finale. Vielleicht nicht so dramatisch wie der 89er und nicht so laut wie der 90er, aber von einer überzeugenderen Vinifikationsart. (19/20). 11: Doppelmagnum. Dunkles Weinrot. Kompakte, würzige, fleischige Cabernetnase, Trüffelnoten, edel und nobel, schwarzbeerige Konturen, feiner Kräuterhauch darin. Perfekt geformter Gaumen, noch adstringierend aber mit royalen Tanninen. Ein ganz grosser Montrose, beruhigend und klassisch. 11: Eine Normalflasche am Mittagstisch in der Obermatt. Trotz riesigem Potential ist der Wein gar nicht zu unnahbar, wenn etwas dazu isst. 12: Bei einem Lunch auf Montrose. Wunderschöne, tiefgründige Cabernet-Expression, Trüffel, dahinter Minze und auch einen Hauch von Eucalyptus. Die Tannine haben sich verfeinert und so bietet diese sicherlich noch langlebige Montrose jetzt schon recht viel Genuss. (19/20). 14: Cabernet! Terroir! Trüffel! Ein riesengrosser Montrose-Klassiker. (19/20). 15: Sehr dunkle Farbe, satt in der Mitte und jungendliche, letzte violette Reflexe zeigend. Die Nase war extrem dicht und tiefgründig, viel dunkles Malz, Cassis, Brombeeren und Black Currant, in der Tiefe zeigen sich viele grossartige Terroirreflexe. Im Gaumen konzentriert, ausgeglichene Adstringenz mit reifen und gleichzeitig kompakten Gerbstoffen. Das wird ein ganz grosser Montrose und er könnte sich zu einer Mischung vom 1989 du 1990er entwickeln. An diesem Abend hat er restlos überzeugt. Zwei Stunden dekantieren und kaufen! (16: In einer Blindprobe kam er nicht ganz nach oben. Also zwei Dinge: Nicht blind verkosten, dafür lange dekantieren. (19/20). 22: Dichtes, sattes, wenig gereiftes Rot. Wunderschön würziges Bouquet; Edelhölzer, Zedern, Szechuan Pfeffer, Pflaumen. Der Ansatz ist weich und harmonisch. Er liefert auch schon unglaublich viel Aromen ab. Und das gleich schon zu Beginn. Im Gaumen feinfleischg, reife Tannine dunkle Beerenfrucht mit einer warmen, reifen Ausstrahlung. Hier hat sich die Harmonie bereits voll eingestellt und der Wein bereitet viel Freude. Ein Beauty-Montrose der jetzt viel Spontaneität zeigt. Bei den aktuellen Marktpreisen von ca. 240 Franken ist dieser mittlerweile 25jährige Wein ein toller Sofort-Genuss-Wert. (19/20).

19

/20

André Kunz

Samtenes, süsses, kräftiges Bouquet, Erdnüsse, Pflaumen, Tabak, Lakritze. Dichter, vielschichtiger, eleganter Gaumen mit feinem Tannin, dichter, dunkler Aromatik, dichter Struktur, langer, aromatischer Abgang. 19/20 trinken - 2040

97

/100

Jane Anson

Jane Anson

Wie beim 1982er beginnt die Farbe, weicher zu wirken und am Rand leicht ziegelrot zu werden, doch das Herz des Weins bleibt von tiefem Pflaumenton. Erneut eine Erinnerung daran, wie brillant die klassifizierten Médocs des Jahrgangs 1996 derzeit sind. Er zeigt sich sanft, mit schmeichelnden Tabak- und Lagerfeuer-Noten sowie den typischen Aromen von Cassis und Brombeere, die Montrose auszeichnen. Die Finesse und der saftige, mundwässernde Abgang sind ungemein beeindruckend und gewinnen an Intensität, wenn sie in Wellen über den Gaumen rollen. Das ist Montrose auf dem Höhepunkt – in einem Jahr mit großzügigen Erträgen, wenn auch nicht ganz so hoch wie 1982, aber deutlich über 45 hl/ha. Auf dem Weingut sind heute keine großen Mengen mehr vorhanden, denn das waren die Jahre, in denen fast alles En Primeur verkauft wurde, bis zu 95 % der Produktion. Lese vom 23. September bis 6. Oktober.

98

/100

The Wine Independent

Lisa Perrotti-Brown

Der Montrose 1996 setzt sich aus 73 % Cabernet Sauvignon, 24 % Merlot und 3 % Cabernet Franc zusammen. Es war kein besonders kühler Jahrgang, aber ein später. Anfang September gab es Regen, daher brachten die Châteaux, die sich entschieden zu warten und spät zu ernten, sehr gute Weine hervor. Bei Montrose fand die Lese vom 23. September bis zum 6. Oktober statt. In mittel- bis tiefem, ziegelrot schimmerndem Granat präsentiert er sich und springt mit einem kraftvollen Duft von rotem Johannisbeergelee, schwarzen Johannisbeerpastillen und Kirschwasser aus dem Glas, gefolgt von Anklängen an gusseiserne Pfanne, getrockneten Salbei und Bleistiftmine. Am Gaumen, mit mittlerem Körper, straff und von muskulöser Frucht getragen, zeigt er ein festes Rückgrat aus reifen, körnigen Tanninen und markanter Frische und endet in einem Finale von epischer Länge mit vielen mineralischen Funken.

18

/20

Bettane+Desseauve

Kraftvoll, lebhaft und erfrischend, mit trockeneren Tanninen als 2000 und 2003, steht dieser 1996er ganz in der Tradition der großen ozeanisch geprägten Jahrgänge: Er gefällt Kennern, verlangt Anfängern jedoch eine Schulung ab, die sie nicht immer erwerben wollen (oder können). Tannine von großer Klasse.

88

/100

Jean-Marc Quarin

Jean-Marc Quarin

Logo auf dem Korken: ein umgedrehtes T (Trescases) Schlechte Flasche Dunkle Farbe, gute Intensität und bereits entwickelt. In der Nase mittelmäßig aromatisch. Noten von Früchten, Rauch, Tinte und Leder. Leider hält am Gaumen diese Flasche nicht, was sie verspricht. Zwar zunächst angenehm schmeichelnd, wirkt der Wein am mittleren Gaumen zurückhaltend und endet streng. Seltsam! Eine fehlerhafte Flasche!

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2.0.1