
Château Chasse-Spleen 2000
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Bewertungen und Rating
Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Château Chasse-Spleen 2000
Verkostung
Farbe
Die Farbe zeigt ein dunkles Rot von bemerkenswerter Brillanz, akzentuiert von rubinroten Reflexen mit tiefen Granatnuancen. Ein feiner orangefarbener Saum am Rand der Scheibe zeugt von der natürlichen Entwicklung des Weins nach mehr als zwei Jahrzehnten in der Flasche. Die Klarheit ist absolut – ein Zeichen einer tadellosen Vinifikation und optimaler Lagerbedingungen.
Nase
Das Bouquet eröffnet mit eleganten Aromen von frischer Pflaume und Kakao. Nach dem Belüften gewinnt die Nase an Komplexität und zeigt Noten von Schwarzer Johannisbeere, hellem Tabak und Zedernholz. Würzige Nuancen von rosa Pfeffer und Muskatnuss runden das aromatische Bild ab, begleitet von erdigen und mineralischen Anklängen. Ein leichter Hauch frischer Minze verleiht dem Ganzen eine erfrischende Dimension.
Gaumen
Der Auftakt ist klar und präzise, getragen von einer ausgewogenen Säure, die dem Wein Kontur verleiht. Am Gaumen entfaltet er sich nach und nach mit Fülle und Harmonie und offenbart eine ausgeprägte Frucht mit Noten von Schwarzer Johannisbeere und vollreifer Brombeere. Die Textur wirkt geschmeidig, cremig und umhüllend. Die Tannine, nach sechsundzwanzig Jahren Reife bemerkenswert integriert, zeigen eine beachtliche Dichte und bewahren dabei eine samtige Seidigkeit. Das feine, kreidige Tanningerüst vermittelt einen satinartigen Eindruck. Der Abgang ist sehr lang und entwickelt sich von fruchtigen Noten zu erdigeren und würzigeren Aromen, mit einer salzig-mineralischen Dimension im Nachhall. Anklänge von Lakritz und Kakao vollenden diesen langen Abgang.
Weinpairing
Dieser Château Chasse-Spleen 2000 harmoniert hervorragend mit gegrilltem oder gebratenem rotem Fleisch, etwa einem Rinderfilet oder einer Entrecôte nach Bordelaise-Art. Ebenso begleitet er wunderbar ein Kräuterlammkarree nach Art der Provence, gegrillte Entenbrust oder Entenconfit. Wildgerichte, insbesondere Hirschragout oder Fasan mit Trauben, ergeben besonders raffinierte Kombinationen. Zudem passt dieser Wein zu gereiften Käsesorten wie Comté oder Ossau-Iraty.
Service und Lagerung
Der Château Chasse-Spleen 2000 gewinnt, wenn er eine Stunde vor dem Servieren dekantiert wird, damit sich die Aromen voll entfalten können. Ideal wird er bei einer Temperatur zwischen 16 und 18°C genossen. Er bereitet bereits jetzt Freude und wird sich voraussichtlich bis etwa 2030, bei optimal gelagerten Flaschen auch darüber hinaus, weiterhin positiv entwickeln.
Ein voluminöser und feiner Wein aus Moulis
Das Weingut
In der Appellation Moulis, im Herzen des Médoc gelegen, wurde das Château Chasse-Spleen im Jahr 1720 gegründet. Sein Name Chasse-Spleen, den es 1863 annahm, entspringt dem angelsächsischen Zeitgeist und ist von Baudelaire inspiriert. Seit 2000 wird das Weingut von Céline Villars geführt.
Der Weinberg
Das Château Chasse-Spleen profitiert von einem außergewöhnlichen Terroir in der Kuppe von Grand Poujeaux, einem Bereich, der als einer der besten der Appellation Moulis gilt. Der Weinberg erstreckt sich über rund neunzig bis einhundertfünf Hektar Rebfläche und ist damit das größte Gut der Appellation. Die Böden weisen eine bemerkenswerte Vielfalt auf: Sie bestehen hauptsächlich aus quartären Garonne-Kiesen auf einem Kalksteinsockel, ergänzt durch Ton und Sand. Dieses geologische Mosaik verleiht dem Wein seine aromatische Komplexität und seine Finesse.
Der Jahrgang
Der Jahrgang 2000 gilt als außergewöhnliches Jahr für Bordeaux. Die klimatischen Bedingungen waren besonders günstig und ermöglichten eine optimale Reife der Trauben. Die Lese profitierte von großzügigem Sonnenschein und idealer Witterung, was zu Beeren von bemerkenswerter Fülle und Balance führte. Dieses Jahr brachte Weine mit schöner Konzentration, markanter Tanninstruktur und beeindruckendem Reifepotenzial hervor.
Vinifikation und Ausbau
Die Lese des Château Chasse-Spleen 2000 erfolgte ausschließlich von Hand, was eine sorgfältige Selektion der Trauben ermöglichte. Die Maischegärung in temperaturkontrollierten Tanks dauerte rund einen Monat und begünstigte eine vollständige Extraktion der Farbpigmente und Tannine, bei gleichzeitiger Bewahrung der Finesse. Die Schönung mit Eiweiß, eine traditionelle französische Methode, sorgte für eine kristallklare Brillanz. Der traditionelle Ausbau erfolgte über zwölf bis achtzehn Monate in Eichenfässern, davon 40 % neues Holz, das jährlich erneuert wird. Dieses ausgewogene Verhältnis brachte Komplexität und Struktur, ohne dass das Holz die Frucht überlagert.
Rebsorten
Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot.




