
Château Tronquoy-Lalande 2011
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Bewertungen und Rating
Beschreibung
Charakteristika und Verkostungstipps zum Château Tronquoy-Lalande 2011
Verkostung
Farbe
Die Farbe zeigt einen dichten, tiefen rubinroten Pflaumenton.
Nase
In der Nase präsentiert sich der Wein frisch und elegant und offenbart Aromen schwarzer Früchte (schwarze Johannisbeere, Heidelbeere), begleitet von würzigen und leicht holzigen Noten. Zarte florale Nuancen runden dieses ausdrucksstarke Bouquet ab.
Gaumen
Am Gaumen zeigt sich dieser Wein mit einem mittleren Körper, geprägt von seidigen, sehr reifen Tanninen. Die fruchtige Substanz von schwarzer Johannisbeere und schwarzer Sauerkirsche verleiht Fülle, während sich die Gesamtbalance besonders harmonisch präsentiert. Geschmeidig und anhaltend, begeistert der Abgang durch eine salzige Note mit einem Hauch von Lakritz.
Weinpairing
Dieser Château Tronquoy 2011 passt ideal zu rotem und weißem Fleisch, ob gebraten, geschmort oder gegrillt: Rind, Lamm, Kalb, Schwein, Ente oder Geflügel. Er harmoniert zudem sehr gut mit Wild und überrascht angenehm zu einigen würzigen asiatischen Gerichten. Auch Hartkäse ist eine interessante Kombination.
Servierempfehlung und Lagerpotenzial
Der Château Tronquoy 2011 kann ab sofort genossen oder bis etwa 2035 gelagert werden. Es wird empfohlen, ihn bei einer Temperatur von 15,5°C zu servieren. Junge Flaschen können ein bis zwei Stunden dekantiert werden, damit sich der Wein vollständig öffnen kann.
Ein eleganter und ausgewogener Saint-Estèphe von Château Tronquoy-Lalande
Das Weingut
Das 1745 in der Appellation Saint-Estèphe in Bordeaux gegründete Château Tronquoy erstreckt sich heute über 30 Hektar. Seinen Namen verdankt das Gut seinem Gründer François Tronquoy, der 1855 aus Überzeugung und im Sinne der Unabhängigkeit die Teilnahme an der Klassifikation der Bordeaux-Crus ablehnte. Seit 2006 gehört das Weingut den Brüdern Martin und Olivier Bouygues, die auch Eigentümer von Château Montrose sind. Sie investierten massiv in die Modernisierung der Anlagen sowie in die Umstellung auf biologischen Anbau, die 2024 zertifiziert wurde. Unter der Leitung von Hervé Berland, dem ehemaligen Direktor von Château Mouton Rothschild, entstehen Weine, die für ihre Eleganz und Finesse anerkannt sind und sich von den oft mit der Appellation verbundenen Rustikalitätsklischees abheben.
Der Weinberg
Der Weinberg von Château Tronquoy profitiert von einer privilegierten Lage im Herzen der Appellation Saint-Estèphe, auf der berühmten Terrasse, die mit mehreren Grands Crus Classés geteilt wird. Die Böden weisen eine außergewöhnliche Zusammensetzung auf: acht Meter tiefes Kiesbett sorgt für eine hervorragende Drainage und ruht auf einer Tonschicht, die Wasser in der Tiefe speichert. In 23 Metern Höhe gelegen, profitiert der Weinberg vom regulierenden Einfluss des nahegelegenen Ästuars der Gironde, das die Temperaturen mildert und zur für die Weine typischen Frische beiträgt. Die Reben mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren sind mit einer hohen Dichte von 9.000 Rebstöcken pro Hektar gepflanzt und werden nach den Prinzipien des biologischen Anbaus mit traditioneller Bodenbearbeitung kultiviert.
Der Jahrgang
Der Jahrgang 2011 erwies sich in Bordeaux als besonders herausfordernd. Nach einem außergewöhnlich trockenen Frühjahr mit früher und gleichmäßiger Blüte war der Sommer insgesamt kühl, insbesondere im Juni und Juli. Zwei Hitzetage am 26. und 27. Juni, mit Temperaturen von bis zu 40°C, verursachten einige Sonnenbrandschäden an den Trauben. Die Véraison schritt aufgrund der Frische nur langsam voran. Am 1. September trat ein Hagelgewitter auf, das den Weinberg teilweise beeinträchtigte, ohne die Endqualität zu gefährden. Die tiefgründigen Kies- und Tonböden von Château Tronquoy ermöglichten trotz der Frühjahrstrockenheit eine ausreichende Wasserversorgung und förderten so eine optimale Reife der Trauben.
Vinifikation und Ausbau
Die Lese des Château Tronquoy 2011 fand vom 3. bis 23. September statt, wodurch jede Parzelle bei optimaler phenolischer Reife geerntet werden konnte. Die alkoholische Gärung verlief zügig, mit kontrollierter Extraktion beim Umpumpen, um Eleganz und Finesse der Tannine zu bewahren. Anschließend wurde der Wein zwölf bis sechzehn Monate in Barriques aus französischer Eiche ausgebaut, mit 30 bis 40 % neuen Fässern – ein Gleichgewicht, das die Frucht präzise zum Ausdruck bringt und zugleich Struktur und Komplexität verleiht.
Rebsorten
Cabernet Sauvignon (47 %)
Merlot (42 %)
Petit Verdot (11 %)
