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Château Margaux 1998
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Nachhaltiger Weinbau

Château Margaux 1998

1er cru classé - - - Rot - Einzelheiten
Parker | 91
R. Gabriel | 19
J. Robinson | 18.5-
Wine Spectator | 91
Vinous Neal Martin | 92
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Bewertungen und Rating

91

/100

Robert Parker

Robert M. Parker, Jr.

Die Farbe des 1998 Margaux ist ein dichtes Rubin/Purpur. Der Wein ist tanninbetont und streng, aber elegant, mit Noten von Asphalt, Brombeeren, Akazienblüten und süßer, getoasteter Eiche. Subtil, reich, schön texturiert und mittelkräftig, ist er auf lange Reife ausgelegt. Voraussichtliche Trinkreife: 2006–2030.

95

/100

Decanter

Die etwas hellere Farbe und die sich entwickelnden Aromen zeigen, dass der Wein zu reifen beginnt. Dennoch sind die üppigen Aromen von schwarzer Johannisbeere von einem Hauch Minze begleitet, dazu eine Andeutung von Zedernholz, Feuerstein und Erde. Die Textur ist noch fest, doch die Tannine sind geschmeidig und weich, und die helle, frische Säure führt in einen beeindruckend langen Abgang. Der Wein setzt eher auf Finesse, bleibt jedoch überraschend jugendlich und dürfte eine lange Zukunft vor sich haben.

93

/100

Jeff Leve

Leve Jeff

Mittel bis vollmundig, fest, tanninbetont, maskulin, in einem strukturierten Margaux-Stil. Das Bouquet mit floralen Noten sowie Tabak- und Schwarzkirscharomen ist in diesem Stadium verführerischer. Der Wein benötigt mindestens weitere 5–8 Jahre im Keller. Mit etwas Glück wird er sich mit der Reife abrunden.

19

/20

Weinwisser

Sehr dunkle Farbe, noch jung, sattes, dichtes Purpur mit lila Schimmer. Würziges, tiefes Bouquet, reife, schwarze Pflaumen, Cassis und Damassine, Lakritze, Trüffelspuren, tolle Tiefe zeigend. Im Gaumen noch massiv, verlangende Adstringenz, eine Mischung von Kraft und Fleisch, schwarze Beeren, zu Beginn leicht zu unterschätzen, wird sich in Richtung eines ganz grossen Margaux entwickeln. Verglichen mit anderen grossen Margaux ist der 1998er noch relativ günstig.

19

/20

René Gabriel

99: Fassprobe (18/20): 15% der Ernte wurde als Drittwein deklassiert. 75 % Cabernet Sauvignon, 17 % Merlot, 5 % Petit Verdot, 3 % Cabernet Franc: Mittleres Rubin-Purpur. Süßes, in sich schlankes Maulbeerenbouquet, zarte Tabaknote, Edelhölzer, warme Fruchtunterlage. Im Gaumen viel Stoff, Waldhimbeeren, sattes Extrakt, erst im Nachklang kommt ein kräftiges Gerüst mit intensiver Adstringenz zum Vorschein. Die reichlich vorhandenen Gerbstoffe verbinden sich harmonisch mit der Struktur und verleihen ihm auf diese Weise eine falsche Leichtigkeit. Tatsächlich ist dieser Margaux ein sehr langlebiger Wein, der durch den Abschluss der Fruchtphase ziemlich lange verschlossen bleiben wird. Und falls er sich all diese positiven Anlagen während dem Fassausbau und später bei der Flaschenentwicklung zunutze macht, so kann er auch zu einem 19/20-Punkte-Wein heranwachsen. In dieser Phase zeigt jedoch Latour mehr Größe – bei gleichem Punktniveau. 00: Leuchtendes, sattes Granat-Rubin. Delikates Beerenbouquet, wirkt fast parfümiert, von süßer Eiche unterstützt, weil ausladend, viel Waldhimbeeren. Für eine Fassprobe erstaunlich süffig, weich und seidig in seiner Textur, ein langer, burgundischer Premier Cru voller Finessen. 01: Im Juli auf dem Weingut aus einer bereits abgefüllten Flasche degustiert: Selten habe ich einen jungen Margaux erlebt, der sich so grobkörnig zeigt (fast harsche Tannine). Ist dies ein Indiz für ein sehr langes Leben, oder hat man am Schluss etwas zu viel Presswein beigegeben, um dem Wein mehr Struktur zu verleihen? Im Gegensatz zum doch eher leichten Körper wirkt er momentan etwas ungleich balanciert. Wenn ich entscheiden müsste, so bevorzuge ich momentan und während der nächsten zehn Jahre den berauschenden Rauzan-Ségla. Auf jeden Fall wird dieser 98er Margaux länger bis zur ersten Genussreife brauchen, bis er diese Tannine verdaut hat (18/20). 01: Mit Lenz Moser in einer größeren Blinddegustation gegen Mondavi Reserve des gleichen Jahrgangs degustiert: Margaux hatte keine Mühe, allerdings der Cabernet Sauvignon Reserve von Mondavi auch nicht. Was heißt: Beide Weine waren toll! 02: In der gleichen Serie befanden sich noch der Mouton und Lafite vom gleichen Jahrgang. Margaux war klar der beste Wein: Zarte Feigentöne, Kaffee und Pfefferkuchen. Im Gaumen stoffig, vielleicht nicht ganz so fein, aber dies weist ja auch auf ein vielleicht unterschätztes Potenzial hin, wiederum Kaffee und warme Beerenaromen im für einen Margaux erstaunlich druckvollen Finale. Braucht noch viel Zeit! Kann sogar auf 19/20 Punkte zulegen. 03: Stark röstiges Bouquet, Holunder-, Flieder-, Palisandernoten. Seidiger, feinstgliedriger Gaumen, ein Tanz zwischen roten und blauen Beeren, viel Cassis im sanft rauchigen Lakritzefinale, erst im Nachklang kommt auf der Zunge die feinsandige Tanninnote zum Tragen, welche ihm ein recht großes Potenzial attestiert. Kein wirklich großer Margaux, aber ein großer Bordeaux! 04: Dunkles, sehr dichtes Granat mit bläulichen Reflexen. Wuchtiges, nach Waldbeeren duftendes Bouquet, vermischt mit Cassis und Brombeeren, wirkt sehr tiefgründig. Im Gaumen momentan eine wahre Fruchtbombe, durch die Reife im Extrakt ein gewisser Amarena- und Kaffeetouch zeigend, Mahagoninote, mit Muskeln und Fleisch bepackt, nachhaltig. Es fehlt ihm einfach eine Nuance zu einem wirklich ganz großen Margaux. Auch wenn er bei anderen Weinbewertungen deutlich besser wegkommt, die Zeit arbeitet sicherlich für ihn. (18/20). Die Farbe sehr dunkel, noch jung, zeigt ein sattes, dichtes Purpur mit lila Schimmer. Würziges, tiefes Bouquet, reife, schwarze Pflaumen, Cassis und Damassine, Lakritze, Trüffelspuren, zeigt eine tolle Tiefe. Im Gaumen noch massiv, verlangende Adstringenz durch eine Mischung von Kraft und Fleisch, schwarze Beeren. Ein Wein, der zu Beginn vielleicht etwas unterschätzt wurde und sich in Richtung ganz großer Margaux entwickelt. Verglichen mit anderen großen Margaux ist hier der Marktwert noch relativ günstig. Also vielleicht ein guter Kauf bei der nächsten Auktion! 08: Blind in München verkostet: 1998 Château Margaux, Margaux: mitteldunkles Granat-Rubin, wirkt etwas matt in seinem Erscheinungsbild. Offenes, wunderschön fruchtwürziges Bouquet, Brombeeren, Zedern, ein Hauch Mokka, zeigt viele Bordeaux-typische Terroirschichten. Samtener Gaumen, feine und doch sehr fleischige Tannine, eine tolle Aromatik im ganzen Mundrachenraum verteilend, kurz vor einer ersten, möglichen Reife; wer aber noch 5 Jahre zuwartet, erlebt sicherlich den besten Moment. Großer, erhabener Wein mit viel Finesse. (19/20). 11: Recht sattes Purpur, aufhellender Rand. Fein wachsiges Bouquet, Himbeerenspuren, Red Currant, parfümiert und noch etwas zurückhaltend. Feinster Stoff im Gaumen, noch extrem viel Primärfrucht, toll konzentriertes Extrakt, gewiss schon ersten Genuss bietend, aber doch noch erstaunlich wenig entwickelt. Typ: 1985+! 15: Zwei Mal in einer Woche verkostet. Die Frucht ist jetzt langsam weg. Das Terroir hat aber noch nicht begonnen. Die Tannine wirken etwas körnig. Ich würde noch warten. Um ganz sicher zu sein. (19/20). 16: Dunkles Granat mit ersten, reinen Reifetönen am äußersten Rand. Wachsiges Bouquet Maulbeeren, noch zarte Röstnoten von den Barriques her zeigend, dann floraler Schimmer, Blütentöne, Weichselkirschen und dunkle Rosenblätter. Das Nasenbild ist beruhigend klassisch. Saftiger Gaumen zeigt harmonische, recht feine Gerbstoffe. Wenn man denkt, was (zu) junge Château Margaux heute kosten, so wäre diese sich jetzt in der ersten Reife befindliche Variante kein «undummer», sondern ein attraktiver Kauf. (19/20). 17: Dunkles, sattes Granat, immer noch lila Reflexe in der Mitte zeigend. Das Bouquet ist absolut faszinierend, so in Richtung Heidelbeeren und Cassis, sanft begleitet von zart pfeffriger Würze, was genau zur Grundkonstellation passt. Er gleitet samtig über die Zunge und überzeugt dabei mit einer wunderbaren Balance. Das Finale: präzis, lang, fein und erhaben. Ich liebe solche 1998er. Diese sind ähnlich und noch besser als die besten 1985er. Da wird man nimmermüde beim Genießen. (19/20). 20: Sehr dunkles Granat-Purpur, keine Reifetöne. Das Nasenbild beginnt «cool». Heißt, man spürt den knapp ausgereiften Cabernet in dezent blättriger Form, so wirkt er denn auch erst floral, bevor er waldige Frucht anzeigen kann. Insgesamt gibt er sich noch recht reserviert. Im Gaumen satt, fleischig und noch adstringierend. Er entwickelt sich relativ langsam und langes Dekantieren wäre keine so schlechte Idee. In etwa zehn Jahren wird daraus ein echter Klassiker, so zwischen der früheren und der heutigen Vinifikationsart. (19/20). 21: Mittleres Purpur mit scharlachroten Reflexen. Von Beginn weg ein ziemlich wuchtiges Bouquet zeigend: Granatapfelkerne, Himbeeren, Wildkirschen, helle Hölzer und Hirschleder. Gibt sich nasal würzig und pfeffrig. Im Gaumen zeigt er eine vive Säure, welche sich mit den feinen Muskeln verbindet. Das macht ihn dezent asketisch, die Textur ist leicht aufrauend, die Adstringenz erstaunlich präsent. Irgendwie wirkt er noch etwas unfertig und sucht entweder mehr Harmonie oder verlangt nach weiterer Flaschenreife. Es bleiben auf alle Fälle nach dem Schlucken kernige Substanzen im Gaumen zurück. So gesehen ist das Potenzial größer als der aktuelle Spaß. Obwohl gleich benotet, gebe ich dem Palmer momentan den Vorzug. Drei Stunden Dekantieren. (19/20).

96

/100

Jane Anson

Jane Anson

Eigentümerin Corinne Menzelopoulos sagte über den 1998er: „Wir waren sehr nah dran, einen großen Jahrgang zu machen“, denn das ausgezeichnete Wetter wurde zu Beginn der Lese lediglich durch Regen aus dem Takt gebracht. Er mag nicht die Perfektion des Jahrgangs 2009 haben (einer meiner sechs 100-Punkte-Weine bei den Verkostungen 2022), doch gegen das geschmeidige, ausgewogene und mühelose Vergnügen, das diese Flasche bietet, lässt sich schwer argumentieren. Erwarten Sie weiße Trüffel, Soja, Unterholz, Himbeerblatt, Safran, Cassis, Kurkuma, herbstliche Brombeerfrucht und einen Hauch von Orangenschale, der dem Finale Fokus und Grip verleiht. 50 % der Ernte im Erstwein. Paul Pontallier, technischer Direktor, 100 % neues Holz.

94

/100

Jean-Marc Quarin

Jean-Marc Quarin

Logo auf dem Korken: umgekehrtes T (Trescases) Dunkle Farbe, normale Intensität und leicht gereift. Zart im Auftakt, fein in der Textur, sehr fruchtig, dann aromatisch und komplex, auch wenn der Körper nicht optimal ist. Der Wein zieht sich im Abgang in die Länge, saftig, lang und köstlich.

Beschreibung

Die Struktur und Frische eines Weins mit großem Lagerpotenzial

Der Produzent

Mit Ursprüngen, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, gehört das Château Margaux zu den Grand Crus, die die Legende der großen Weine aus Bordeaux weltweit geprägt haben. Das Schloss erhielt 1855 den Titel Premier Grand Cru Classé und war das einzige der vier vorgestellten Schlösser, das die Note zwanzig von zwanzig erhielt. Mit dem Erwerb des Anwesens durch André Mentzelopoulos im Jahr 1977 schreibt Château Margaux ein neues Kapitel seiner Geschichte. Er hob den Grand Vin von Château Margaux auf das höchste Niveau und führte den Zweitwein des Schlosses, Pavillon Rouge du Château Margaux, der 1908 eingeführt wurde, wieder ein. Nach dem vorzeitigen Tod ihres Vaters trat Corinne Mentzelopoulos in seine Fußstapfen und übernahm mit Energie und Leidenschaft die Familientradition fort. Château Margaux ist zu einer der absoluten Top-Referenzen im Bordeaux geworden und an seiner neopalladianischen Erscheinung leicht zu erkennen. Jahrgang für Jahrgang gehören die Weine des Weinguts zu den größten Weinen der Welt.

Der Weinberg

Der Weinberg des Château Margaux verdankt seine Besonderheit seinem seltenen und einzigartigen Terroir, das auf einem Kieshügel liegt. Der Rebsortenbestand des Anwesens besteht hauptsächlich aus Cabernet Sauvignon, ergänzt durch Merlot, Petit Verdot und Cabernet Franc. Die kalkhaltigen Lehmböden des Anwesens bringen legendäre Weine hervor, die durch ihre elegante und sinnliche Erscheinung so repräsentativ für die Appellation Margaux sind.

Assemblage

Cabernet Sauvignon, Merlot, Petit Verdot, Cabernet Franc.

Charakeristika und Verkostungstipps für den Château Margaux 1998

Verkostung

Nase
Frische Düfte von roten Früchten, gemischt mit vanilligeren und gerösteten Noten.

Gaumen
Am Gaumen zeigt sich dieser Jahrgang kraftvoll, mit sehr frischen Tanninen, die gleichzeitig fest und üppig sind.

Château Margaux 1998
2.0.0