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Chardonnay – eine weiße Traube erobert die Welt

Zwei gefüllte Weissweingläser, im Hintergrund Weinreben in Puligny Montrachet

Was unterscheidet stilistisch ein Chablis von einem Meursault? Welche kalifornischen Weinbaugebiete sind bekannt für ihre Weltklasse-Chardonnays? Und für welche kulinarischen Kombinationen eignet sich die berühmte Weißweinsorte?

Chardonnay: Ein ebenso berühmter wie vielseitiger Allrounder 

  • Vom prickelnden Edelschäumer bis zur Weißweinikone, von reichhaltig-cremig bis stahlig-mineralisch, von knochentrocken bis süß – Chardonnay kann so ziemlich alles.

  • Die von Connaisseuren und Kritikern gleichermaßen gefeierten grandiosen Burgunder gehören zu den berühmtesten und begehrtesten Chardonnayweinen schlechthin.

  • Obwohl die Traube meist sortenrein verarbeitet wird, findet man sie auch in Assemblagen, z. B. in der Champagne, in Südfrankreich oder in der sogenannten Neuen Welt.

  • Auch in Neue-Welt-Ländern wie Australien, Neuseeland, Chlie und Südafrika entstehen charakteristische Chardonnays, die die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen und Weinbautraditionen widerspiegeln.

Wie schmeckt Chardonnay?

Die Sorte ist äußerst vielseitig – von schlank und fruchtig-frisch bis hin zu schwer, cremig und holzbetont. Der Geschmack hängt stark vom Anbauklima und dem Ausbau (Holzfass oder Edelstahltank) ab. Es handelt sich um eine der wenigen weißen Weinsorten, die einen Aufenthalt im Holzfass vertragen. Die malolaktische Gärung, bei der die Äpfelsäure in Milchsäure umgewandelt wird, findet in den Fässern statt. Sie mildert die Säure und verleiht dem Weißwein eine cremige und schmackhafte Textur, wie man sie beispielsweise im burgundischen Meursault findet.

Je nach Vinifikation und Klima unterscheidet man unter folgenden Profilen:

  • Ohne Holz (Unoaked / kühles Klima, z. B. Chablis):
    Frisch, spritzig und mineralisch. Dominant sind Aromen von grünem Apfel, Zitrone, Birne und Steinobst (Pfirsich und Aprikose). oder exotische Fruchtnoten, wie Ananas, Mango und Passionsfrucht erinnern.

  • Im Holzfass gereift (Oaked / warmes Klima, z. B. Kalifornien, warmes Frankreich):
    Vollmundig, cremig und schmelzig. Dominant sind Aromen von Butter, Vanille, Toast, reifer Melone oder exotische Fruchtnoten, wie Ananas und Passionsfrucht erinnern.

Die renommiertesten Anbaugebiete von der Bourgogne bis ins Napa Valley

Bourgogne, Chardonnayparadies par excellence

Vom Norden bis in den Süden der Region gedeiht die Weinrebe hier prächtig und ist in der Lage, die Identität eines jeden Terroirs auf elegante und treffende Weise zu offenbaren, indem sie einen unterschiedlichen Ausdruck zur Schau stellt, der manchmal nur wenige Parzellen oder sogar Reihen voneinander entfernt ist, so dass man sich nur schwer vorstellen kann, dass es sich um ein und dieselbe Rebsorte handelt. Und genau diese Vielfältigkeit ist es, die die legendären Burgunder Weißweine so besonders macht.

Die Traube wird hier bereits seit Jahrhunderten angebaut und macht mehr als 51 % der Weinanbaufläche der Region aus. Dennoch wird der Name der Rebsorte nur sehr selten auf dem Etikett der Flasche erwähnt. In der Bourgogne wird der jeweilige Chardonnay-Stil nämlich anhand der Appellationen beschrieben.

Chablis: Eine im Burgund einzigartige Stilistik

Beginnen wir mit dem burgunder Norden, mit dem im Département Yonne gelegenen Weinbaugebiet Chablis. In dieser von einem besonders rauen Klima geprägten Gegend und ihren kalten Wintern und trocken-heißen Sommern bringt die Sorte trockene Weiße mit frischen Zitrusnoten und rauchigen mineralischen Noten mit dem Duft von Feuerstein hervor.

Am Gaumen zeigt sich der Chablis lebhaft und salzig-mineralisch geprägt: Die Weinberge befinden sich auf Mergel- und Kalksteinböden aus dem Kimmeridgium, die aufgrund der zahlreichen kleinen versteinerten Austern in Form eines Kommas eine ganz besondere Mineralität aufweisen. Im Gegensatz zu den anderen burgundischen Appellationen weiter südlich wird der Chablis nicht im Eichenfass ausgebaut, was die Weine innerhalb der Bourgogne unverwechselbar macht.

Bekämpfung des Frühjahrsfrosts in den Weinbergen von Chablis im Burgund, Technik mit Frostschutzkerzen bzw. Frostschutzöfen (2016)

Die Spitzenappellationen der Côte de Beaune (Côte d’Or)

Das gemäßigte Klima der Côte d'Or bietet ideale Bedingungen für den Chardonnayanbau und kann mit außergewöhnlichen Weinbaugebieten aufwarten. Vor allem in der Côte de Beaune und Hautes Côtes de Beaune werden einige der größten Chardonnays überhaupt hergestellt. Hier entsteht burgundische Weltklasse!    

Meursault

Charakteristisch für die Weine ist ihre gold-grüne Robe, die je nach Alter mehr oder weniger stark ausgeprägt ist. Die Nase offenbart eine komplexe Aromenpalette, die Noten von Zitrusfrüchten, Honig, gerösteten Trockenfrüchten oder auch blumigen Aromen entwickelt. Am Gaumen besticht der Meursault durch Reichhaltigkeit, Dichte und Gourmandise. Zwischen Cremigkeit und Frische, Kraft und Balance weist ein typischer Meursault einen langen Abgang auf. Hier handelt es sich unbestreitbar um erstklassige Tropfen mit hohem Reifepotenzial.

Puligny-Montrachet

Die Appellation Appellation Puligny-Montrachet bringt sehr große Chardonnays hervor. Die Robe weist eine schimmernde Goldfarbe mit grünen Reflexen auf, die sich mit der Zeit entwickeln. Er offenbart eine große aromatische Vielfältigkeit, mit Noten von reifen Früchten, Marzipan und frischen Noten von grünem Apfel. Milch-, Butter- und Gebäcknoten sind typisch für die Appellation, ebenso wie die mineralischen Noten von Feuerstein. Am Gaumen zeigen die Puligny-Montrachet eine große Finesse, Komplexität und eine schöne aromatische Reinheit.

Corton

In Corton auf der Montagne de Corton entstehen elegante und runde Exemplare, die sich in einer hellgoldenen Farbe mit grünen Reflexen präsentieren. Das aromatische Bouquet entwickelt sich zu süßen Gebäcknoten, die an gebutterte Brioche, gebackene Äpfel und Honig erinnern und gleichzeitig eine herrliche Mineralität aufweisen. Das Lagerungspotenzial beträgt 4 bis 10 Jahre.

Pouilly-Fuissé

Weiter im Süden, im Mâconnais, liegt das Anbaugebiet Pouilly-Fuissé. Hier werden die Weine meistens nicht in Eichenfässern ausgebaut. Der Pouilly-Fuissé zeichnet sich durch Noten von reifen Früchten und tropischen Früchten aus, während der Gaumen eine schöne Dichte bietet, ohne etwas an Frische einzubüßen.

Kalifornien, der andere Star des Chardonnays

Kurze Rückblende: Erinnern wir uns an das berühmte Urteil von Paris im Jahr 1976. Damals wurden die renommiertesten Rotweine der Grands Crus Classés aus Bordeaux und die größten Burgunder mit kalifornischen Weinen verglichen, und das Ergebnis sorgte bei Verkostern und Weinkritikern für Aufruhr: Bei den Weißen belegte der 1973er Chardonnay vom kalifornischen Château Montelena den ersten Platz vor einem 1973er Meursault 1er Cru Charmes der Domaine Roulot. Von den zehn besten Weinen der Rangliste waren sechs Weine kalifornischen Ursprungs, darunter Weingüter wie Chalone Vineyard und Spring Mountain Vineyard. 

Die wichtigsten kalifornischen Weinbauregionen 

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Traube in Kalifornien also als eine der emblematischen Rebsorten der Region durchgesetzt. Die besten Tropfen werden in den gemäßigteren und kühleren Gebieten in der Nähe des Pazifischen Ozeans angebaut. So findet man Premium-Chardonnays in Sonoma, Carneros oder auch Russian River.

Sonoma

Chardonnays aus Sonoma Valley wird in französischen und manchmal amerikanischen Eichenfässern ausgebaut und zeichnet sich durch sein aromatisches Bouquet mit Noten von reifen Früchten, gelbem Pfirsich und Zitrone aus, zu denen sich buttrige, milchige und vanillige Noten gesellen. Der kräftige Geschmack entfaltet eine dichte, gourmandige Materie mit einer cremigen Textur.

Sonnenuntergang über Weinberge in Sonoma, Kalifornien

In den letzten Jahren haben sich die kalifornischen Winzer jedoch aufgrund der veränderten Verbrauchervorlieben auf einen frischen, energiegeladenen Stil konzentriert. Die Beeren werden also geerntet, wenn die Zuckerkonzentration noch relativ niedrig ist und die Säurewerte hoch sind. Es gibt drei Gebiete, die sich besonders hervorheben: Fort Ross-Seaview, Petaluma Gap und West Sonoma Coast.

Los Carneros

Das Gebiet Los Carneros oder Carneros, das als eines der weltweit besten Anbaugebiete für die Königsrebe gilt, liegt zwischen den beiden berühmtesten kalifornischen Weinbaugebieten: Napa im Osten und Sonoma im Westen. Carneros ist eines der ältesten Anbaugebiete in Kalifornien, die ersten Reben wurden hier bereits 1830 gepflanzt.

Carneros liegt weniger als 50 km vom Pazifischen Ozean entfernt, und verfügt über ein kühles, windiges Mikroklima mit Morgennebeln im Frühling und Herbst. Aufgrund des Klimas ist Carneros - wie Burgund - auch für die Produktion großer Pinot Noirs berühmt. Der Chardonnay aus Carneros unterscheidet sich durch seine Eleganz und Frische von den aus anderen kalifornischen Regionen. Die Weine haben einen höheren Säuregehalt und zeichnen sich durch frische Steinfruchtaromen aus.

Russian River

Das Russian River Valley gilt als eines der besten Anbaugebiete schlechthin für die Sorte. Die kalifornische Weinregion liegt nicht weit vom Pazifischen Ozean entfernt und bietet eine große Vielfalt an Mikroklimata. Die kühlen Nebelschwaden des Ozeans spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Aromen und des hohen Säuregehalts der Trauben. Der Wein zeichnet sich durch seine frischen Zitronen- und Limettenaromen, seine Noten von grünem Apfel in einem vor Energie strahlenden Gaumen aus.         

Australien & Neuseeland

Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich die Chardonnaytraube als DIE Weißweinsorte Australiens etabliert. Die Sorte gedeiht besonders gut in den Küstenregionen, die durch die ozeanischen Einflüsse geprägt sind und dadurch spürbar an Frische gewinnen. Das neuseeländische Marlborugh produziert neben sehr gutem Sauvignon Blanc auch hochwertige Chardonnays.

Yarra Valley

Im australischen Yarra Valley, findet man große Weiße aus der beliebten Sorte. Hier zeichnet sich die Rebe durch den Geschmack von Zitrusfrüchten, Zitronen, frischem Steinobst, schönen mineralischen und blumigen Noten aus. Der Chardonnay aus dem Yarra Valley ist für die Lagerung prädisponiert und kann sich mit der Zeit zu Noten von Feigen entwickeln. Der Geschmack ist energiegeladen, fruchtig und mineralisch.

Adelaide Hills

Die Adelaide Hills im Süden Australiens bringen elegante Chardonnayweine mit einer schönen Struktur und einem hohen Säureanteil hervor, die sich im Keller gut entwickeln können und über ein gutes Lagerpotenzial verfügen.

Margaret River

Im Südwesten Australiens liegt Margaret River, das bekannteste Weinanbaugebiet des Landes. Einige sind sogar der Meinung, dass der Chardonnay aus Margaret River aufgrund seiner Feinheit und Eleganz seinem burgundischen Bruder Konkurrenz macht. Der Margaret River zeichnet sich durch seine große aromatische Frische aus, eine perfekte Balance zwischen Säuregehalt und Dichte dank der Früchte, die bei mäßiger Reife geerntet werden.

Marlborough: Spitzenchardonnays aus Neuseeland

Auch das berühmte Marlborough im Norden von Neuseeland produziert Spitzenchardonnays, die sich durch ausgeprägte Noten von Zitrusfrüchten und tropischen Früchten auszeichnen, kombiniert mit schönen mineralischen und reifen Noten. Am Gaumen sind die Weine lebendig, mit knackiger Frucht, einer schöne Konzentration und einer großen aromatischen Vielfältigkeit. 

Südamerika & Südafrika: Die unterschiedlichen Weinprofile

Chile

Sehr große Chardonnayweine findet man in Chile, in der wunderschönen Region Central Valley, in der Appellation Casablanca Valley, nordwestlich von Santiago. Diese Region unweit des Pazifischen Ozeans profitiert von einem gemäßigten Klima mit Morgennebel, das eine langsame Reife begünstigt. Dadurch entwickeln sich die aromatischen Konzentrationen der Trauben allmählich und bewahren dabei gleichzeitig einen angenehmen Säureanteil.

Argentinien

Argentinien ist insbesondere für seine Spitzenrotweine bekannt. Aber das südamerikanische Weinbauparadies liefert ebenfalls hervorragende Chardonnays, allen voran aus der Provinz Mendoza im Zentrum, die sich durch ihr Halbwüstenklima auszeichnet und sehr große Weine hervorbringt. Die besonders hohen Lagen und großen Temperaturschwankungen dess Uco-Tals verleihen den Weißen eine intensive aromatische Konzentration, würzige Noten und dank Säuregehalt eine herrliche Frische. 

Südafrika

Auch im Pinotage-Paradies Südafrika entstehen großartige Chardonnayweine: Die besten Exemplare werden im frischen Teil des südafrikanischen Weinbaugebiets Walker Bay produziert, die sich durch ihre feine Aromatik auszeichnen.

Auch in Schaumwein findet die Traube Verwendung

Die Sorte findet häufig Anwendung in der Schaumweinherstellung, das edelste und gleichzeitig berühmteste Beispiel findet sich in der Champagne. Die Traube ist eine der drei Hauptrebsorten der Region, neben dem Pinot Noir und dem Meunier. Man findet die Traube sowohl reinsortig in Form hochwertiger Blanc de Blancs als auch als Assemblage.

Aber auch der etwas weniger berühmte Crémant de Bourgogne wird aus der Rebe gewonnen. In der AOC Limoux südlich von Carcassonne, wird er neben Mauzac und Chenin Blanc in die Assemblage der Weine Blanquette de Limoux und Crémant de Limoux aufgenommen.

Franciacorta - Italiens Antwort auf den Champagner

In Italien wird die Sorte für den nicht minder hochwertigen Franciacorta verwendet, der nicht nur im Alpenstaat als echter Star gilt. Dieser große Schaumwein entsteht in der Lombardei in Norditalien und südlich des Iseo Sees in der Gegend von Brescia. Nur die Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Blanc sind in der Ursprungsbezeichnung DOCG (Denominazione di origine controllata e garantita) zugelassen, der höchsten Qualitätsstufe Italiens.

Kulinarische Kombinationen: Was passt zu Chardonnay?

Wie bereits erwähnt, bietet die Sorte eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten je nach Region, Terroir und Herstellungsart. In den folgenden Zeilen einige - zu vervollständigende - Food-Pairing-Ideen!

Prickelnde Begleiter zu Meeresfrüchten

Der reine Ausdruck eines Ruinart Blanc de Blancs oder auch ein Franciacorta aus der Lombardei sind herrliche Begleiter zu Langusten, Jakobsmuscheln, kleinen frittierten Fischen, Tintenfischen oder auch Kraken.

Burgundische Genusserlebnisse

Als Inbegriff von Raffinesse und Eleganz eignet sich der Chardonnay aus den Spitzenappellationen der Bourgogne für die vornehmsten Kombinationen. So passen Geflügel in Sauce, ein schönes Stück Kalbfleisch mit Pilzen, Gänseleber, Hummer oder feine Fische in Sauce oder auch Weichkäse wunderbar zu einem Puligny-Montrachet.

Fusionsküche und asiatische Gerichte

Der Chardonnay vom neuseeländischen Weingut Cloudy Bay harmoniert wunderbar mit Fusionsküche oder asiatischen Gerichten. Seine subtilen Noten von gerösteten Haselnüssen, Butter und Zitrusfrüchten in Verbindung mit einem Mund voller Frische und einer seidigen Textur werden die würzigen Aromen in Schönheit mildern.  

FAQ: Unsere Antworten auf häufig gestellte Fragen

Ist Chardonnay ein guter Wein?

Chardonnay ist eine extrem vielseitige Rebsorte, die sowohl als mineralisch-erfrischender Sommerwein als auch in komplexen, vollmundigen Varianten überzeugt. Die Qualität und der Geschmack hängen von zahlreichen Faktoren wie dem Anbaugebiet, der Vinifikationsmethode und nicht zuletzt von persönlichen Vorlieben ab.

Ist ein Chardonnay trocken oder lieblich?

Die meisten Chardonnays, insbesondere jene aus den klassischen Anbauregionen wie die nordfranzösische Bourgogne, Kalifornien und Australien, werden trocken ausgebaut. Dies ist jedoch keine absolute Regel, da die endgültige Süße eines Weins von den Vorlieben der Winzer und Winzerinnen und den Vinifikationsmethoden abhängt. In wärmeren Klimazonen reifen die Trauben schneller und entwickeln mehr natürlichen Zucker, was zu reichhaltigeren Weinen führen kann. Dennoch bleibt die Mehrheit der Chardonnays trocken, auch wenn sie aus wärmeren Regionen stammen.

Was ist Chardonnay auf Deutsch?

Chardonnay ist der Name einer weißen Rebsorte und wird im Deutschen genauso genannt. Die Bezeichnung bezieht sich sowohl auf die Rebsorte selbst als auch auf die daraus produzierten Weine. 

Gibt es deutschen Chardonnay?

Auch in Deutschland nimmt der Anbau der beliebten Rebe beständig zu. So findet die Weißweinsorte insbesondere bei Winzern in Rheinhessen und in der Pfalz Anklang, sowie in Weinbaugebieten mit einem traditionell hohen Burgunderanteil wie am Kaiserstuhl in Baden oder an der Südlichen Weinstraße in der Pfalz.

Wird Chardonnay für Sekt verwendet?

Ja, sehr häufig! Chardonnay gehört weltweit zu den wichtigsten und hochwertigsten Rebsorten für Schaumwein und Sekt. Die Traube bringt eine ideale Kombination aus Frische, feiner Säure, Eleganz und Reifepotenzial mit, was dem Sekt eine feine Perlage und Komplexität verleiht.

Winzersekt / Deutscher Premium-Sekt: Viele Top-Erzeuger nutzen Chardonnay (reinsortig oder in der Cuvée mit Pinot Noir) für Sekte, die nach der traditionellen Flaschengärung hergestellt werden.

Worin unterscheiden sich Riesling und Chardonnay?

Riesling ist aromatisch, säurebetont und mineralisch mit Noten von Apfel, Zitrus und Pfirsich. Die Rebe bevorzugt kühle Regionen und reicht von trocken bis edelsüß. Die Sorte gilt als Klassiker für langlebige, säurebetonte Stillweine.

Chardonnay ist neutraler, säureärmer und wird stark durch den Ausbau geprägt – etwa durch Barrique, das cremige, buttrige und vanillige Aromen verleiht. Die Sorte wächst weltweit und prägt auch Premium-Schaumweine, besonders jene aus der Champagne.

Sind Sie eher Burgund oder Loire?

Sie können sich partout nicht merken, was einen Pouilly-Fumé von einem Pouilly-Fuissé unterscheidet, oder ein Chablis von einem Sancerre? Die Antworten in unserem Beitrag Chardonnay vs. Sauvignon Blanc: Zwei Weißwein-Ikonen im Vergleich.

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