Miraval: Von Glamour-Weingut zu Rosé-Ikone

Miraval: Von Glamour-Weingut zu Rosé-Ikone

Spätestens seit der renommierte Wine Spectator den inzwischen legendären 2012er Miraval Rosé als „outstanding" bezeichnete und zum „weltweit besten Rosé“ erklärte, hat der Roséwein Kult-Status.

Aber was macht die Rosés des glamourösen Côtes de Provence-Weinguts so besonders? Wir stellen Ihnen die besten Kreationen des Top-Produzenten aus Frankreich vor und verraten Ihnen, warum die Joint Venture zwischen dem Schauspieler und den Winemakern aus der Rhône unbedingt ernst zu nehmen ist!

Von Filmstars zu Winzern

Das Anbaugebiet des Château Miraval liegt in der Provence in Südfrankreich in der romantischen Gemeinde Correns, das sich mit der Bezeichnung erstes Bio-Dorf in Frankreich rühmen kann. Bezaubert von der Ruhe, Idylle und dem Frieden verguckten sich Jolie und Pitt in das südfranzösische Gut – und kauften es im Jahr 2012 für 35 Millionen Euro von dem amerikanischen Geschäftsmann Tom Bove. Zum Zeitpunkt der Übernahme umfasste das Gut 600 Hektar Weinberge, Wälder und Olivenhaine, seitdem ist es auf 1.000 Hektar gewachsen.

Für den Weinbau und die Vinifikation holten „Brangelina“ sich damals prominente Hilfe: Durch einen gemeinsamen Freund wurden Pitt und Jolie mit den Perrins bekanntgemacht. „Wir wurden von dem Potenzial von Miraval verführt", so Marc Perrin. Das ehemalige Star-Ehepaar blieb zwar Eigentümer, allerdings wurde das Unternehmen Miraval Provence, welches sich um Produktion, Vertrieb und Marketing kümmert, zu 50 Prozent in Besitz der Famille Perrin (auch Eigentümer von Château de Beaucastel, Domaine du Clos des Tourelles und La Vielle Ferme) gestellt.

Mittlerweile ist das Hollywood-Paar getrennt und Angelina Jolie hat ihre Anteile wieder verkauft. Was dem Erfolg der Roséweine allerdings nicht geschadet hat: Das Château wird von der internationalen Weinkritik für seine Rosé-Kreationen gelobt und die weltweit stetig wachsende Rosé-Begeisterung macht den Rest: Heute wird Miraval in über 80 Ländern vermarktet, wobei die USA den wichtigsten Exportmarkt darstellen.

Künstlerische Sensibilität trifft auf Winzerkunst

Das Château Miraval ist ein besonderer Akteur in der südfranzösischen Rosé-Appellation Côtes de Provence: Das Weingut verkörpert eine gekonnte Mischung aus dem einzigartigen Savoir-faire der Perrins und der künstlerischen Sensibilität Brad Pitts - mit einer gemeinsamen Liebe für die Kunst und den Wein. Dank der hohen Qualität seiner großen Weine gelang es dem Weingut schnell, internationale Beliebtheit und einen hervorragenden Ruf zu erreichen.

Miraval: Ein Kult-Rosé erobert die Welt 

Wie auch die anderen Rosé-Pioniere (Minuty, Ott, Esclans) der südfranzösischen Weinbauregion verstand Miraval, dass ein großer Roséwein nicht gezwungenermaßen Rot oder Weiß sein muss – und beschloss diesen Trend seinerseits mit großen Tropfen zu füttern. Miraval steht seinen berühmten Konkurrenten in nichts nach und erzielt mitunter sogar Rekordpreise, wie beispielsweise beim Verkauf seines Muse de Miraval für die einmalige Summe von 2.600 Euro, die im Rahmen eines Wohltätigkeitsprojektes an die GoodPlanet-Stiftung ging. 

A Star is born

Der erste Jahrgang des Hauses wurde 2012 vinifiziert und war sogleich ein großer Erfolg. So ist er der erste Roséwein, der vom Wine Spectator in die Liste der 100 besten Jahrgänge des Jahres aufgenommen wurde, woraufhin innerhalb weniger Stunden alle 6.000 Flaschen des „killer rosé“ aus der Côtes de Provence ausverkauft waren. Dieser raffinierte, elegante Roséwein mit Aromen von getrockneten Beeren und einem konzentrierten Abgang mit Feuersteinnoten vermochte es, ebenso bei Kritikern wie bei Weinliebhabern zu punkten.

Wenn ein Ausnahme-Rosé auf ein einmaliges Netzwerk trifft

Auch dem geschickten Marketing seitens Pitt ist der große Erfolg zu verdanken. So arrangierte der Schauspieler beispielsweise bei den Filmfestspielen von Cannes, dass der Miraval auf der glamourösen Party ausgeschenkt wird - sicherlich kein Netzwerk, mit dem der Durchschnittswinzer trumpfen kann. Doch der immense Anklang der Roséweine ist absolut gerechtfertigt.
„Der Erfolg ist zweifellos zum Teil der Formel Pitt-Jolie + der Familie Perrin + dem Wine Spectator zu verdanken", analysierte Marc Perrin sechs Jahre später.

Wie schmeckt Miraval?

Abgesehen von einem zugegeben effizienten Storytelling zeugen die Cuvées von der hervorragenden Qualität der Crus. Aromatische Präzision, Eleganz und Raffinesse prägen die Miraval-Stilistik. Die Tropfen werden vor allem für ihre große Frische und ihre samtige Textur am Gaumen geschätzt. Sie sind gleichzeitig trocken und sehr leicht und rund, und bestechen durch ihre Frucht-Aromen.
Miraval-Weine entstehen in den Spitzenlagen der Appellation und profitieren von besten Konditionen: Die Weine gedeihen in durchschnittlichen Höhen von 350 Metern. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für Harmonie und Frische, Sonnenstunden en masse für eine optimale Reife, und die Nähe zum Mittelmeer und die Mistralwinde sorgen für die nötige Kühle, um die Säure der Trauben zu bewahren. Der hohe Nährstoffgehalt der Böden verleiht dem Wein schließlich seine Komplexität und Mineralität. 

Nicht zuletzt sind die Miraval-Kreationen das Ergebnis des Exzellenzanspruches von Brad Pitt und der Familie Perrin. Das Ergebnis sind edle Cuvées, die Eleganz und Raffinesse in sich vereinen - und ein herausragendes Lagerpotenzial aufweisen.

Die Rebsorten

Die Anbaugebiete des Weinguts in den Appellationen Côtes-de-Provence und Coteaux-Varois bieten ideale Konditionen für die Provence-Rosés. Hier gedeihen die Rebsorten Cinsault, Mourvèdre, Syrah, Rolle, Grenache und Tibouren.

Pinot Noir, Rebsorte der Zukunft?

„Das ist ein fantastisches geologisches Patchwork.“ Diese Entdeckungen markieren den Startschuss für beeindruckende Baustellen. Im Norden des Weinguts, am Hang in 500 Metern Höhe, wird eine 4 Hektar große Parzelle gerodet, Dutzende Tonnen Steine werden entfernt, um sie für die Anpflanzung von Pinot Noir vorzubereiten, „für Weine, die wir 2029 zu verkosten beginnen können“. Eine danteske Arbeit. „Traditionell pflanzten die Provenzalen dort, wo es am einfachsten zu pflanzen war. Wir haben anderswo gesucht, auf oft unberührtem Land“, fährt er fort. Die Cabernet Sauvignons, deren Säfte als enttäuschend galten, wurden gerodet. Die Perrins und der Star scheinen sich auf der gleichen Wellenlänge zu befinden: Sie sind besessen von der Qualität ihrer Tropfen in allen drei Farben.

Fleur de Miraval Champagner

Ein Champagnerhaus verschreibt sich dem Rosé-Champagner

Fleur de Miraval ist das bisher einzige Champagnerhaus, das sich ausschließlich dem Rosé-Champagner widmet. Fleur de Miraval ist das Ergebnis von fünf Jahren Arbeit und Forschung, die unter strengster Geheimhaltung durchgeführt wurden, und wurde mit demselben Ansatz wie eine künstlerische Kreation und mit dem vollen Engagement von Pitt geplant. Die seit sechs Generationen in Mesnil-sur-Oger in der Champagne ansässige Familie Péters, die seit 1919 erntet und verarbeitet, hat sich dem glamourösen Weinbau-Abenteuer Pitt-Perrin angeschlossen, indem sie ihr Fachwissen und ihr Know-how als Winzer eingebracht hat. Als Liebhaber der Weine von Château de Beaucastel und enger Vertrauter der Perrins arbeitete Rodolphe Péters somit eng mit dem Projekt zusammen.

Miraval Studios: Eine Hommage an die Kunst

„Man versteht, wie so viele großartige Platten hier entstanden sind, wenn man das pure Gefühl der Inspiration spürt, das man bekommt, wenn man die Domaine betritt", so der französische Produzent Damien Quintard.

So dienten die Miraval Studios einst als Aufnahmestätte für zahlreiche Legenden der Musikbranche, darunter AC/DC, Pink Floyd, Sade, The Cure und UB40. Nach dem Erwerb des Provence-Anwesens durch das ehemalige Hollywood-Paar fand das Kapitel der legendären Aufnahmesessions jedoch ein Ende, da das Studio geschlossen wurde.

Im Herbst 2022 präsentierten Pitt und der französische Produzent Damien Quintard nach einem umfangreichen Renovierungsprojekt die frisch umgestalteten Räumlichkeiten und ein brandneues Studio. Das Konzept orientiert sich am Prinzip des „Residential Studio“, welches Künstlern ermöglicht, während ihrer Schaffenszeit auf dem Anwesen nicht nur zu arbeiten, sondern auch zu wohnen und sich zu erholen.

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